Du hast ein Vorstellungsgespräch oder willst bei deinem Chef mehr Gehalt rausholen? Dann solltest du diese drei Fallen kennen, die dich teuer zu stehen kommen können. Denn wer falsch verhandelt, bekommt oft deutlich weniger, als eigentlich drin gewesen wäre.
Personalverantwortliche fragen gerne: "Wie viel verdienen Sie aktuell?" Diese Frage ist für den Bewerber gefährlich. Denn die erste Zahl, die in einer Verhandlung genannt wird, setzt den sogenannten Anker. Liegt dein bisheriges Gehalt unter dem vorgesehenen Budget, wird der Personaler sein Angebot wahrscheinlich heruntersetzen.
Das erklärt Karriere-Expertin Mirnesa Halitovic, wie computerwoche.de berichtet. Die ehemalige Managerin aus der Automobilbranche und Gründerin der Smart Impact Academy coacht heute Top-Führungskräfte. Ihr Rat: Das zukünftige Gehalt ist unabhängig vom bisherigen - ob du einen Sprung von fünf oder 50 Prozent machst, geht nur dich etwas an.
"Ich möchte mindestens x Euro verdienen" - mit diesem Satz gibst du dir selbst keine Chance auf das bestmögliche Ergebnis. Wer vom Minimum ausgeht, reduziert seine eigenen Möglichkeiten. Besser: Lege für dich ein Mindest-, Optimal- und Maximalgehalt fest und starte die Verhandlung mit dem Maximalgehalt.
Auch eine Gegenfrage wie "Wie viel Budget ist für die Stelle geplant?" ist keine gute Idee. Der Personaler wird nie das höchstmögliche Gehalt nennen, sondern im unteren Drittel starten. Zudem signalisierst du damit, dass du deinen eigenen Wert nicht kennst.
Interessant: In manchen Fällen bekommt ein Bewerber den Job nicht, weil er zu wenig Gehalt verlangt. Manager schließen daraus, dass die Person für den Posten noch nicht bereit ist - vor allem bei Führungspositionen und sechsstelligen Gehältern. Wer seinen Wert kennt, nennt eine konkrete Summe.
Experten raten zudem, aktiv auf Vorgesetzte zuzugehen und nicht darauf zu warten, dass diese von sich aus eine Gehaltserhöhung anbieten. Dabei solltest du auf der Grundlage deines wirtschaftlichen Werts für das Unternehmen argumentieren - und die Kollegen außen vor lassen.