Nach Österreich geflohen

3 Tote, Leichenteile – Killer wird in Linz gefasst

Ein 38-Jähriger soll drei Nachbarn getötet haben. Am Linzer Hauptbahnhof legte der Slowake sein grausames Geständnis ab. Nun steht er vor Gericht.
Christian Tomsits
29.09.2026, 19:51
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Eine Leiche im Kühlschrank, abgetrennte Beine in einer Sporttasche und zwei weitere Tote: Was Ermittler in einem Horror-Haus im bayerischen Zwiesel aufdeckten, erinnert an einen Horrorfilm. Ab Donnerstag steht ein 38-jähriger Slowake wegen dreifachen Mordes vor dem Landgericht Deggendorf – aufgeflogen ist der mutmaßliche Killer ausgerechnet in Österreich.

Laut der Anklage begann die grausige Serie am 29. Juni 2025. Martin L. (38) soll im Drogenrausch zuerst seine Nachbarin gewürgt und schließlich mit einem Ladekabel erdrosselt haben – aus sexueller Lust! Tage später zerstückelte er die Leiche mit einem großen Küchenmesser, packte Oberkörper und einen Arm in Plastikplanen und Müllsäcke ein und versteckte sie im Kühlschrank. Die Beine stopfte er in eine Sporttasche und transportierte sie mit dem Fahrrad in ein rund drei Kilometer entferntes Waldstück.

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Nur wenige Wochen später soll der 38-Jährige eine weitere Nachbarin aus demselben Motiv mit einer Bierflasche und einem Hammer malträtiert und ihren Kopf mit Frischhaltefolie umwickelt haben, bis sie erstickte. Doch damit nicht genug: Als der Lebensgefährte nach der Frau nach ihr zu suchen begann und dabei immer wieder an die Tür des Täters klopfte, brachte er auch den Freund mit seinem Hammer um, um ja nicht aufzufliegen.

Das tat er aber dennoch: Er setzte sich nach Österreich ab und wachte am Abend des 20. Juli 2025 sturzbetrunken und desorientiert neben einem Polizeifahrzeug am Linzer Hauptbahnhof auf. Gegenüber den Beamten gestand der Slowake jammernd seine Taten, wurde festgenommen und schließlich nach Deggendorf ausgeliefert. Dort beginnt diesen Donnerstag der Mordprozess. Das Urteil soll erst am 19. November fallen. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

ct,29.09.2026, 19:51
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