Nach dem schrecklichen Amoklauf am Grazer BORG Dreierschützengasse im Juni 2025 drehte die Regierung beim Waffenrecht an den Schrauben. Die Folge war eine Verschärfung. Die ersten strengeren Vorschriften traten mir Oktober 2025 in Kraft, die letzte Stufe folgte im heurigen April.
Die Maßnahme führte jedoch nicht dazu, dass es in Österreich weniger Waffenbesitzer gibt – im Gegenteil. Während am 1. September des Vorjahres noch 1.531.963 Schusswaffen im Zentralen Waffenregister (ZWR) verzeichnet wurden, waren es ein Jahr später 1.574.520. Dies entspricht einem Anstieg von 42.557 Waffen, berichtet der ORF.
Nicht nur bei den registrierten Schusswaffen machte sich ein Anstieg bemerkbar. Wie "der Standard" berichtet, erreichte Anzahl der Waffenbesitzer mit 383.532 ein Rekordhoch. Im Vorjahr besaßen noch 378.255 Menschen in Österreich eine Waffe. Laut dem Bericht sei dieser Trend seit 2015 bemerkbar.
Die meisten Waffen betreffen die Kategorie C (860.351). Damit sind vor allem Jagd- und Sportgewehre gemeint. Danach folgen Pistolen, Revolver, halbautomatische Schusswaffen und Repetierflinten. Sie fallen unter die Kategorie B (567.148). Unter die Kategorie A fallen Pumpguns, besonders kompakte oder verkürzbare Schusswaffen und Schusswaffen mit Schalldämpfer. Hierzulande sind aktuell 147.021 Waffen dieser Kategorie registriert.
Die meisten Waffenbesitzer seien Männer. Blickt man auf die Bundesländer, wird die Statistik von Niederösterreich (454.514) angeführt. Dahinter folgen Oberösterreich (278.492) und die Steiermark (241.060). Durchschnittlich kommen auf einen Waffenbesitzer vier registrierte Waffen.