Schnee im Anmarsch

"Dann wird in 2 Wochen Winter sein" – Bauernregel warnt

Nach sommerlichen Temperaturen kündigt sich ein Wetterwechsel mit kühlerer Luft und Regen an. Eine alte Bauernregel bringt sogar den Winter ins Spiel.
André Wilding
29.09.2026, 18:33
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Erst sommerliche Temperaturen, dann kühlere Luft und Regen: In den kommenden Tagen steht ein markanter Wetterwechsel bevor. Passend dazu rücken rund um den 29. September alte Bauernregeln wieder in den Mittelpunkt.

Eine davon klingt besonders deutlich: "Gibt Michaeli Sonnenschein, wird in zwei Wochen Winter sein". Eine andere Regel lautet: "Kommt Michael heiter und schön, wird es noch vier Wochen so weiter geh’n."

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Michaelistag gilt als Lostag

Der Michaelistag am 29. September gehört zu den sogenannten Lostagen. Nach alter Überlieferung soll das Wetter an solchen Tagen Hinweise darauf liefern, wie es in den kommenden Wochen weitergeht.

Ob sich daraus tatsächlich ableiten lässt, wann der Winter kommt, sieht Meteorologe Dirk Mewes vom Deutschen Wetterdienst allerdings zurückhaltend.

"Wenn es immer so einfach ginge, das Wetter eines sogenannten Lostages als Anhaltspunkt für die Wetterentwicklung in zehn und mehr Tagen zu verwenden, würden sich Langfristprognosen für uns einfacher gestalten", erklärt Mewes gegenüber der "Augsburger Allgemeine".

Manche Regeln haben wahren Kern

Völlig bedeutungslos sind die alten Wetterregeln laut Mewes dennoch nicht. "Nur wenige haben einen wahren Kern, aber selbst deren Treffsicherheit ist auch nicht immer zufriedenstellend", wird Mewes in der Tageszeitung zitiert.

Entstanden sind die Bauernregeln zu einer Zeit, als es weder flächendeckende Messnetze noch die heutigen Möglichkeiten zur statistischen Auswertung gab. Beobachtungen, die sich über Jahre an bestimmten Orten wiederholten, wurden deshalb zu Regeln. Manche davon verbreiteten sich später auch in anderen Regionen.

Klimawandel verändert Voraussetzungen

Hinzu kommt, dass sich die zeitliche Grundlage verändert hat. Durch die gregorianische Kalenderreform liegen historische Lostage heute nicht mehr genau an ihren ursprünglichen Zeitpunkten.

Auch die klimatischen Bedingungen sind nicht mehr dieselben wie zur Entstehungszeit vieler Bauernregeln. "Auch der Klimawandel 'mischt' die Karten neu", sagt Mewes der "Augsburger Allgemeine".

Die Wetter-Prognose

Am Dienstag scheint nach Auflösung lokaler Frühnebelfelder häufig die Sonne. Am Nachmittag und Abend ziehen dünne Schleierwolken oder aufgelockerte Wolkenfelder durch, der Tag endet aber allgemein freundlich und trocken. Der Wind weht mäßig, vereinzelt auch lebhaft aus Ost bis Südost. Mit 20 bis 25 Grad bleibt es spätsommerlich warm.

Auch der Mittwoch zeigt sich von seiner häufig sonnigen Seite, ein paar durchziehende Wolkenfelder bleiben harmlos. Bei mäßigem bis lebhaftem Südostwind liegen die Höchstwerte zwischen 20 und 25 Grad.

Am Donnerstag scheint nach Auflösung lokaler Nebel- und Hochnebelfelder verbreitet die Sonne. Im Tagesverlauf ziehen von Westen her Wolken durch, es bleibt aber trocken und häufig freundlich. Der Wind weht mäßig, vom Marchfeld bis ins Waldviertel auch lebhaft aus Ost bis Südost. Maximal werden 21 bis 25 Grad erreicht.

Am Freitag halten sich anfangs noch ein paar Wolken entlang der Alpen, die aber am Vormittag rasch auflockern. Abseits davon überwiegt über weite Teile des Tages der Sonnenschein und nur ein paar harmlose Schleierwolken zeigen sich am Himmel. Der Wind weht mäßig aus Südost und die Höchstwerte liegen zwischen 21 und 25 Grad.

wil,29.09.2026, 18:33