"In zwei Wochen Winter"

Alte Bauernregel warnt jetzt vor Kälteeinbruch

Sonne am 29. September klingt zunächst nach bestem Herbstwetter. Eine alte Bauernregel sieht darin allerdings ein Zeichen für einen frühen Winter.
André Wilding
27.09.2026, 22:10
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Der September verabschiedet sich 2026 mit sonnigem, trockenem und windarmem Wetter. Doch ausgerechnet das könnte nach einer alten Bauernregel bedeuten, dass die kalte Jahreszeit schneller vor der Tür steht als gedacht.

Entscheidend ist dabei der 29. September. Der Michaelistag zählt im bäuerlichen Kalender zu den wichtigen Lostagen. Früher endete rund um diesen Termin traditionell das Bauernjahr, auch Pachtverhältnisse liefen aus oder begannen neu.

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Dem Wetter an diesem einzelnen Tag wurde dabei eine besondere Bedeutung für die kommenden Wochen und Monate zugeschrieben.

"In zwei Wochen Winter"

Eine der bekanntesten Bauernregeln zum Michaelistag lautet: "Gibt Michaeli Sonnenschein, wird in zwei Wochen Winter sein."

Nach dieser alten Überlieferung soll Sonnenschein am 29. September also darauf hindeuten, dass bereits Mitte Oktober der Winter Einzug hält. Für Landwirte früherer Zeiten waren solche Beobachtungen ein Anhaltspunkt, um sich rechtzeitig auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten.

Die Regeln entstanden schließlich zu einer Zeit, in der es noch keine wissenschaftlichen Wetterprognosen gab. Stattdessen wurden Beobachtungen und Erfahrungen über Generationen weitergegeben. Wie zuverlässig solche Bauernregeln tatsächlich sind, ist allerdings umstritten.

Regen soll milden Winter bringen

Und der Volksmund kennt für den Michaelistag noch weitere Vorhersagen. Eine davon lautet: "Regnet‘s am Michaelistag, folgt milder Winter nach. Wenn aber Michael der Wind kalt weht, ein harter Winter zu erwarten steht."

Auch der Herbst selbst spielt eine Rolle: "Auf nassen Michaeltag, nasser Herbst folgen mag." Sogar Eicheln wurden für die alten Wetterprognosen herangezogen. Dazu heißt es: "Fallen die Eicheln vor Michaeli ab, so steigt der Sommer früh ins Grab."

Das sonnige, trockene und windarme Wetter 2026 passt am ehesten zur Sonnenschein-Regel. Ob deshalb tatsächlich schon Mitte Oktober der Winter kommt, kann die alte Bauernregel freilich nicht verlässlich vorhersagen.

Die Wetter-Prognose

Der Montag beginnt in den Niederungen mit lokalen Frühnebelfeldern, die sich rasch auflösen. Tagsüber scheint häufig die Sonne, nur ein paar Schleierwolken ziehen durch. Diese bleiben jedoch harmlos und trüben den freundlichen Eindruck kaum. Im Donauraum und im Osten weht mäßiger Ost- bis Südostwind. Die Temperaturen steigen auf spätsommerliche 21 bis 25 Grad.

Am Dienstag scheint nach Auflösung lokaler Frühnebelfelder weiterhin häufig die Sonne. Am Nachmittag und Abend ziehen dünne Schleierwolken oder aufgelockerte Wolkenfelder durch, der Tag geht aber allgemein freundlich und trocken zu Ende. Der Wind weht mäßig, vereinzelt auch lebhaft aus Ost bis Südost. Mit 20 bis 25 Grad bleibt es spätsommerlich warm.

Auch der Mittwoch zeigt sich von seiner häufig sonnigen Seite, ein paar durchziehende Wolkenfelder bleiben harmlos. Bei schwachem bis mäßigem Südostwind liegen die Höchstwerte zwischen 20 und 25 Grad.

wil,Akt. 28.09.2026, 05:26, 27.09.2026, 22:10