Wichtiger Stichtag steht bevor

Alte Bauernregel sagt, ob in zwei Wochen Schnee fällt

Noch einmal spätsommerliche Wärme, dann womöglich der Wetterwechsel: Eine alte Bauernregel sieht nach dem 29. September den Winter nahen.
André Wilding
28.09.2026, 09:51
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Die Temperaturen klettern noch einmal kräftig nach oben, doch eine jahrhundertealte Wetterweisheit blickt bereits in Richtung Winter. Ausgerechnet der Michaelistag am 29. September soll einen Hinweis darauf geben, was uns Mitte Oktober erwartet.

Die alte Bauernregel lautet: "Gibt Michaelis Sonnenschein, wird in zwei Wochen Winter sein."

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Michaelistag war wichtiger Stichtag

Der nach dem Erzengel Michael benannte Tag hatte früher in der Landwirtschaft eine besondere Bedeutung. Die Ernte war eingebracht, eine neue Pacht wurde fällig und die kalte Jahreszeit rückte näher.

Die Bauern beobachteten deshalb genau, wie sich das Wetter rund um den 29. September entwickelte. Daraus entstand schließlich die bekannte Wetterregel.

Diesmal fällt sie besonders auf: Während etwa im Südwesten Deutschlands noch Temperaturen um die 30 Grad erwartet werden, könnte sich die Wetterlage schon bald verändern.

Kaltfront könnte Anfang Oktober kommen

"Am Dienstag und auch am Mittwoch erwarten uns noch Temperaturen von bis zu 30 Grad. Aber bereits um den 8. Oktober herum kündigt sich eine veränderte Wetterlage an, es könnte eine Kaltfront kommen", erklärt Meteorologe Karsten Brandt gegenüber der BILD.

Das Hoch, das derzeit für die spätsommerliche Wärme sorgt, könnte sich demnach nach Osten zurückziehen. Gleichzeitig bildet sich über dem Nordatlantik durch kalte Luft ein neues Tief. Dieses könnte kühlere Luftmassen den Weg freimachen.

Ob die Temperaturen tatsächlich deutlich abstürzen, ist allerdings noch offen. Die Modelle sind sich uneinig. Zur Monatsmitte könnten nach aktuellem Stand weiterhin 14 bis 18 Grad möglich sein.

Brandt sagt dazu gegenüber der Boulevardzeitung: "Tendenziell sieht es auch für den späten Herbst eher mild aus."

Wetterdienst bremst Bauernregel

Dass eine jahrhundertealte Bauernregel heute noch genauso funktioniert wie damals, ist keineswegs sicher. Jacqueline Kernn vom Deutschen Wetterdienst erklärt in der BILD: "Die vor 500 bis 600 Jahren richtigen Bauernregeln auf die heutige Zeit zu übertragen, ist im Klimawandel schwierig. Zur Michael-Regel selbst haben wir keine Statistik."

Auch ein möglicher Wetterumschwung Mitte Oktober wäre demnach nicht auf den Sonnenschein am Michaelistag zurückzuführen.

"Viele Bauernregeln stammen aus einer Zeit mit anderen klimatischen Bedingungen. Steigende Temperaturen und veränderte Wetterabläufe machen es schwieriger, jahrhundertealte Beobachtungen eins zu eins mit dem heutigen Wetter zu vergleichen", wird Brandt in der BILD zitiert.

Die Prognose im Detail

Der Montag beginnt in den Niederungen mit lokalen Frühnebelfeldern, die sich rasch auflösen. Tagsüber scheint häufig die Sonne, nur ein paar Schleierwolken ziehen durch. Diese bleiben jedoch harmlos und trüben den freundlichen Eindruck kaum. Im Donauraum und im Osten weht mäßiger Ost- bis Südostwind. Die Temperaturen steigen auf spätsommerliche 21 bis 25 Grad.

Am Dienstag scheint nach Auflösung lokaler Frühnebelfelder weiterhin häufig die Sonne. Am Nachmittag und Abend ziehen dünne Schleierwolken oder aufgelockerte Wolkenfelder durch, der Tag geht aber allgemein freundlich und trocken zu Ende. Der Wind weht mäßig, vereinzelt auch lebhaft aus Ost bis Südost. Mit 20 bis 25 Grad bleibt es spätsommerlich warm.

Auch der Mittwoch zeigt sich von seiner häufig sonnigen Seite, ein paar durchziehende Wolkenfelder bleiben harmlos. Bei mäßigem bis lebhaftem Südostwind liegen die Höchstwerte zwischen 20 und 25 Grad.

Am Donnerstag scheint nach Auflösung lokaler Nebel- und Hochnebelfelder verbreitet die Sonne. Im Tagesverlauf ziehen von Westen her Wolken durch, es bleibt aber trocken und häufig freundlich. Der Wind weht mäßig, vom Marchfeld bis ins Waldviertel auch lebhaft aus Ost bis Südost. Maximal werden 21 bis 25 Grad erreicht.

wil,28.09.2026, 09:51