Auch mehr als 24 Stunden nach dem Flammen-Inferno in einer Bar im Schweizer Wintersportort Crans-Montana herrscht bei Angehörigen und Freunden weiterhin große Ungewissheit. Mindestens 40 Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt, viele davon schwer.
Unter den Opfern ist auch der 19-jährige Fussballer Tahirys Dos Santos. Sein Klub FC Metz bestätigte in den sozialen Medien, dass der Verteidiger schwere Verbrennungen erlitten habe und zur Behandlung nach Deutschland gebracht worden sei. Der Verein erklärte: "Der Spieler befindet sich derzeit in einem Spital, sein Zustand wird laufend überwacht."
Der Klub sicherte der Familie volle Unterstützung zu und kündigte an, über den Gesundheitszustand weiter zu informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
Mittlerweile meldete sich auch der Berater des Spielers zu Wort. Christophe Hutteau erklärte: "Seine Eltern sind die ganze Nacht durchgefahren, um bei ihm zu sein. Er hat furchtbare Schmerzen." Positiv sei laut Hutteau, dass sich der Zustand der Lunge verbessert habe. Gleichzeitig betonte er: "Ich kann nicht sagen, dass er wohlauf ist, weil er grauenvoll leidet. Er hat Verbrennungen, die sich auf 30 Prozent seines Körpers erstrecken."
Für die Eltern sei die Zeit der Ungewissheit besonders belastend gewesen. Hutteau berichtete: "Sie machten sich sofort von der Region Metz auf den Weg in die Schweiz. Nach vier Stunden Fahrt wurden sie nach Sion geleitet. Dort mussten sie lange warten, ehe Tahirys am Abend nach Deutschland verlegt wurde."
Wie die französische Sportzeitung "L’Équipe" berichtet, hatte Dos Santos einige Ferientage mit Freunden in den Bergen verbracht. Auch seine Freundin soll dabei gewesen sein. Über ihren Zustand gibt es bislang keine Informationen.
Der Verteidiger stand kurz vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining. Er spielte bislang für die zweite Mannschaft des FC Metz, führte das Team bereits als Kapitän aufs Feld und besitzt einen Profivertrag. Am 20. Dezember saß er erstmals bei den Profis auf der Ersatzbank.