Verhandlungen laufen

330 Millionen Euro offen: UNO-City wartet auf Sanierung

Die Wiener UNO-City ist dringend sanierungsbedürftig – doch bei der Finanzierung herrscht weiter Stillstand. Verhandlungen laufen seit Jahren.
Wien Heute
04.09.2026, 12:45
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Vor 47 Jahren wurde die UNO-City an der Wagramer Straße in der Donaustadt eröffnet. Die markanten Y-förmigen Gebäude stammen aus den 1970er-Jahren und gehören der Republik Österreich. Mittlerweile häufen sich laut ORF Wien die notwendigen Reparaturen.

Eine umfassende Sanierung ist daher dringend nötig. Doch die Finanzierung ist weiterhin ungeklärt, berichtet der ORF. Konkret geht es um rund 330 Millionen Euro, die für die anstehenden Arbeiten benötigt werden. Unter anderem sollen Büros, Konferenzräume, Flachdächer sowie die Heizungs- und Klimatechnik erneuert werden.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Verhandlungen laufen seit Jahren

Beteiligt an den Gesprächen sind die Republik und die vier großen in Wien ansässigen UNO-Organisationen IAEO, UNOV, UNIDO und CTBTO. Nach mehreren Jahren Verhandlungen ist allerdings noch immer keine Einigung erzielt worden. Aus dem Außenministerium heißt es dazu: "Die regelmäßigen Gespräche über eine Lösung im gemeinsamen Interesse werden fortgesetzt".

Auch aus dem Wirtschaftsministerium gibt es keine Anzeichen für eine rasche Lösung. Das Finanzministerium teilte mit, dass "eine umfangreiche Sanierung nicht Gesprächsgegenstand im Rahmen der zurückliegenden Budgetverhandlungen zum Doppelbudget 2027/28" war. Die Stadt Wien bestätigt ebenfalls, dass die Verhandlungen bisher ohne Ergebnis geblieben sind. Die UNO in Wien will sich zu den laufenden Gesprächen nicht äußern.

Republik ist Eigentümerin

Anders als bei den UNO-Standorten in New York oder Genf gehört die Wiener Anlage nicht der UNO, sondern der Republik Österreich. Die vier großen Organisationen zahlen eine symbolische Miete von weniger als einem Euro pro Jahr.

Für normale Reparaturen gibt es bereits eine Vereinbarung: Österreich und die Organisationen teilen sich die Kosten grundsätzlich im Verhältnis 50:50. Allerdings sind diese Ausgaben mit sechs Millionen Euro pro Jahr gedeckelt. Die nun anstehende Generalsanierung fällt aufgrund ihrer Dimension aus diesem Rahmen.

Brandschutz wird noch heuer erneuert

Bei einem Punkt konnte nicht länger gewartet werden: beim Brandschutz. Die Republik hat sich bereits im Vorjahr dazu entschieden, die Kosten von 36 Millionen Euro alleine zu übernehmen. Die Arbeiten sollen noch im Herbst beginnen.

Deutlich teurer werden jene Arbeiten, die in den weiteren Sanierungsphasen anstehen. Phase zwei und drei schlagen mit rund 330 Millionen Euro zu Buche – fast zehnmal so viel wie die erste Phase. Weiteres Zuwarten könnte die Sanierungskosten erhöhen und das Risiko zusätzlicher Schäden steigern.

{title && {title} } red, {title && {title} } 04.09.2026, 12:45
Weitere Storys