Im brandenburgischen Schipkau entsteht das höchste Windrad der Welt. Nach Fertigstellung soll es 365 Meter erreichen - fast so hoch wie der Berliner Fernsehturm.
Mit einer Nabenhöhe von 300 Metern erzeugt die Anlage pro Jahr zwischen 30 und 33 Gigawattstunden Strom. Das reicht für rund 7500 Haushalte.
Wie heise.de berichtet, hat GICON nach einer Qualitätskontrolle und teilweisem Austausch von Bauteilen die im Winter ruhenden Arbeiten wieder aufgenommen.
Normale Windräder enden bei etwa 180 Metern. Die Konstruktion ist teleskopartig ausgelegt - die Turbine wird erst auf 150 Meter montiert und dann hochgefahren.
In großen Höhen weht der Wind stärker und gleichmäßiger. Die Gestehungskosten sollen unter fünf Cent pro Kilowattstunde liegen.
Ursprünglich sollte die Pilotanlage 2025 ans Netz gehen. Doch eine Naturschutz-Genehmigung verzögerte den Start um sechs Monate.
Sicherheit geht vor, betont Firmengründer Jochen Grossmann. Im Sommer 2026 soll die Anlage Strom einspeisen. GICON plant 500 bis 1000 Höhenwindräder in Deutschland.