Was klingt wie ein Witz, ist eine echte Innovation: Das deutsche Start-up Stoff2 hat eine Batterie entwickelt, die das Unternehmen selbst als die "schlechteste der Welt" bezeichnet. Dafür gab es sogar einen Innovationspreis.
Der Clou dahinter: Überschüssige Energie aus Wind- und Solarparks wird in festem Zink gespeichert. Bei Bedarf wird daraus Wasserstoff erzeugt, der direkt ins geplante Wasserstoffnetz eingespeist werden kann. Ziel ist es, Stromerzeugung und Verbrauch zeitlich zu entkoppeln.
Wie chip.de berichtet, steckt hinter der Technologie der sogenannte Zink-Zwischenschritt-Elektrolyseur (ZZE). Beim Ladevorgang wird elektrische Energie in Form von festem Zink gespeichert. Das ist deutlich sicherer als herkömmliche Wasserstoffspeicher, die mit Gasdruck arbeiten.
Beim Entladen wird das Zink wieder aufgelöst. Dabei entsteht nicht nur Wasserstoff, sondern auch nutzbare Wärme und elektrischer Strom. Dieser dreifache Energieertrag macht das System besonders effizient und vielseitig einsetzbar - sowohl im Netzbetrieb als auch in Industrieanlagen.
Die Technologie könnte eines der größten Probleme der Energiewende lösen: die schwankende Erzeugung von Wind- und Sonnenenergie. Indem Energie bedarfsgerecht in Wasserstoff umgewandelt wird, verbessert sich die Netzstabilität, und erneuerbare Energien werden verlässlicher nutzbar.
Stoff2 wurde 2020 gegründet. Der erste Einsatz ist in der deutschen Uckermark geplant als Modellprojekt für nachhaltige Regionalentwicklung. Ob die Technologie auch für Österreich interessant wird, bleibt abzuwarten.