1:0 für die Vienna Capitals in der Halbfinal-Serie der EBEL! Die Wiener setzten sich in einem unheimlich spannenden Spiel mit 4:2 gegen Red Bull Salzburg durch.
Das erste Drittel zeichnete sich durch viel Kampf und Krampf aus - ein klassischer Auftakt in eine Halbfinal-Serie. Salzburg war ein wenig besser, doch die Bullen scheiterten immer wieder am starken Caps-Goalie Jean-Philippe Lamoureux. Das Tor gelang den Wienern: Kelsey Tessier knallte den Puck mit einem schönen Drehschuss zum 1:0 in die Maschen (12.).
Drittel Nummer zwei hatte es in sich. Gleich nach Wiederanpfiff fingen sich die Wiener einen Salzburg-Konter ein, Thomas Raffl überwand Lamoureux (21.) diesmal eiskalt. Apropos eiskalt: Bobby Raymond packte in der 28. Minute den Wristshot-Hammer aus und netzte via Lattenpendler zur 2:1-Führung für die Gäste ein.
Dann leistete sich Raffl einen dummen Fehler, er kam von der Strafbank und rannte zwei Caps nieder - er musste gleich wieder raus. In diesem Powerplay gelang den Capitals der Ausgleich zum 2:2 durch Sondre Olden, das Tor wurde aber acht Minuten lang wegen Highstickings von Taylor Vause untersucht, am Ende trotzdem gegeben.
Die ersten zehn Minuten im Schlussdrittel verliefen dann eher verhalten, keiner wollte den entscheidenden Fehler machen. Fast wäre dieser Salzburg passiert, denn es gab in Minute 50 Penalty für die Wiener, Tessier ließ sich diese Top-Chance aber entgehen. Die Wiener ließen die Köpfe aber nicht hängen, sondern wurden stärker und stärker. In der 56. Minute schepperte es dann bei den Bullen, Chris DeSousa staubte trocken ab, weil Salzburg-Goalie Steph Michalek die Scheibe nach vorne prallen ließ - 3:2 für die Caps!
Salzburg versuchte es in den letzten 1:35 Minuten mit einem Empty Net, der Ausgleich wollte aber nicht mehr gelingen. Ganz im Gegenteil, Peter Schneider traf fünf Sekunden vor Schluss ins leere Netz. Das Spiel endete mit einer wilden Prügelei, weil sich Ryan Duncan mit einem Bandencheck für das Tor "rächte".
Es wurde ein 4:2 für die Caps, die am Sonntag gleich in Salzburg das 2:0 in der Serie nachlegen wollen.
(pip)