Kursleiterin unverletzt

4 Lawinen-Tote – Justiz ermittelte gegen Bergführerin

Vier Menschen starben im Jänner bei einem Lawinenunglück in Großarl. Gegen die Leiterin der Tour wurde ermittelt.
22.10.2026, 13:58
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Es war eine Bergtour, die für vier Menschen tödlich endete. Am 17. Jänner 2026 war eine siebenköpfige Gruppe des Alpenvereins im Salzburger Großarl unterwegs. Ihr Ziel: das 2.214 Meter hohe Throneck. Doch plötzlich löste sich eine gewaltige Lawine und verschüttete die Wintersportler.

Für zwei Tiroler im Alter von 63 und 65 Jahren, eine 60-jährige Steirerin und einen 53-jährigen Oberösterreicher kam jede Hilfe zu spät. Sie verloren bei dem Unglück ihr Leben.

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Ermittlungen gegen Bergführerin eingestellt

Die 58-jährige Kursleiterin aus Salzburg überstand das Unglück unverletzt. Gegen die erfahrene Bergführerin ermittelte die Staatsanwaltschaft Salzburg wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

Fast zehn Monate nach der Tragödie gibt es nun eine Entscheidung: Das Verfahren gegen die Frau wurde eingestellt, berichtet die "Krone". "Es konnte kein Sorgfaltsverstoß nachgewiesen werden, da der Lawinenabgang nicht vorhersehbar war", sagt Ricarda Eder von der Staatsanwaltschaft. Ein von der Justiz beauftragter Sachverständiger hatte den Vorfall zuvor in einem Gutachten untersucht.

Lawine war 150 Meter breit

Die Dimensionen des Unglücks waren enorm: Die Lawine war rund 150 Meter breit und etwa 250 Meter lang. Zum Zeitpunkt des Unglücks galt in dem Gebiet Lawinenwarnstufe 2 auf der fünfteiligen Skala.

Alle sieben Teilnehmer der Alpenvereins-Tour waren erfahrene Alpinisten und hatten entsprechende Lawinenausrüstung dabei. Dennoch endete der Ausflug für vier von ihnen tödlich.

red, 22.10.2026, 13:58
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