Es macht den Anschein, als stünde eine Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank unmittelbar bevor. Der für Sparer wichtige Einlagesatz verharrt seit rund einem Jahr bei 2 Prozent. Doch durch die aktuell hohe Inflation könnte am 11. Juni im Anschluss an die EZB-Ratssitzung eine Zinserhöhung beschlossen werden.
Erste Anzeichen dafür sind neue Tagesgeld-Angebote mit satten 4 Prozent Zinsen pro Jahr. Konkret: Die Norisbank bietet Neukunden 4 Prozent für sechs Monate, danach sinkt der Zins auf 0,75 Prozent. Auch Chase, eine Tochter der US-Großbank JP Morgan, startet mit 4 Prozent in Deutschland durch.
Wie inside-digital.de berichtet, sagt der Deutschland-Chef von Chase, Daniel Llano: "Wir müssen den Menschen einen Anreiz geben, Chase auszuprobieren. Das Angebot ist daher auch ein Signal: Wir wollen Kunden gewinnen und Vertrauen aufbauen."
Bei Chase gilt der Spitzenzins für vier Monate, danach gibt es noch 2 Prozent. Die Spareinlagen sind durch die gesetzliche deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro abgesichert. Über einen zusätzlichen Sicherungsfonds sind sogar bis zu 3 Millionen Euro geschützt.
Für Sparer kommt es also darauf an, wie lange sie ihr Geld parken wollen. Chase bietet den besseren Anschlusszins, die Norisbank die längere Zinsgarantie. Eins ist klar: Der Wettbewerb um Spargelder wird damit deutlich intensiver.