Offensive mit Brad Pitt

Trade Republic: "Banken kosten viel, bringen wenig"

Trade Republic startet mit Hollywood-Star Brad Pitt die größte Kampagne der Unternehmensgeschichte und hat klassische Banken im Visier.
Rene Findenig
12.05.2026, 07:30
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Im Interview mit "Heute" spricht Trade-Republic-Österreich-Chef Oswald Salcher über drei Prozent Zinsen hierzulande, den Angriff auf klassische Banken, warum Investieren heute einfacher ist denn je und über eine große Kampagne mit Schauspiel-Superstar Brad Pitt.

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"Heute": Trade Republic startet die größte Kampagne der Unternehmensgeschichte – und das mit Brad Pitt. Warum gerade jetzt diese große Offensive?

Oswald Salcher, Trade Republic Country Manager Austria: Wir haben in den vergangenen Monaten massiv investiert – vor allem in unseren Kundenservice und in die Weiterentwicklung der App. Erst vor kurzem haben wir unseren persönlichen 24/7-Kundenservice mit echten Menschen gestartet. Gleichzeitig haben wir mehr als 30 neue Features eingeführt, um die App noch einfacher und besser zu machen.

Jetzt fühlen wir uns bereit für den nächsten großen Schritt. Deshalb gehen wir europaweit in die Offensive – in allen 18 Ländern, in denen Trade Republic bereits aktiv ist. Und dafür braucht es natürlich auch ein internationales Gesicht. Mit Brad Pitt haben wir dafür eine sehr starke Wahl getroffen.

Für die größte Kampagne der Unternehmensgeschichte hat sich Trade Republic Schauspieler Brad Pitt geholt.
Trade Republic

Im Mittelpunkt der Kampagne stehen drei Prozent Zinsen, ein kostenloses Girokonto und Investieren ab einem Euro. Warum genau diese drei Botschaften?

Weil genau das die größten Schwächen vieler traditioneller Banken offenlegt. Viele Menschen zahlen hohe Kontogebühren und bekommen gleichzeitig praktisch keine Zinsen. Wir drehen dieses Modell um: kostenloses Girokonto, kostenlose Debitkarte, attraktive Zinsen und Investieren bereits ab einem Euro. Die Frage der Kampagne lautet deshalb ganz bewusst: "Was bietet deine Bank?" Wir wollen Menschen dazu bringen, ihre bisherigen Bankangebote kritisch zu hinterfragen.

Drei Prozent Zinsen ohne Obergrenze klingt für viele fast zu gut, um wahr zu sein. Wie funktioniert das?

Trade Republic ist seit Jahren profitabel und arbeitet sehr effizient. Dadurch können wir in manchen Bereichen bewusst investieren und besonders attraktive Angebote schaffen. Uns geht es aber auch darum, Menschen wachzurütteln. Viele lassen ihr Geld am Konto liegen und verlieren durch die Inflation laufend Kaufkraft. Wir wollen zeigen, dass es heute bessere Möglichkeiten gibt.

Sie sagen, Investieren soll schon ab einem Euro möglich sein. Haben sich die Menschen beim Thema Geldanlage in Österreich verändert?

Definitiv. Früher war Investieren oft kompliziert und teuer. Viele Produkte haben sich erst bei großen Summen ausgezahlt. Neobroker wie Trade Republic haben das verändert. Mit einer einfachen App und kostenlosen Sparplänen kann heute praktisch jeder investieren. Der Zugang zum Kapitalmarkt ist deutlich demokratischer geworden.

Welche Menschen wollen Sie in Österreich besonders erreichen – erfahrene Anleger oder Menschen, die bisher noch nie investiert haben?

Beides. Österreich ist traditionell ein Land des Sparbuchs. Die Menschen sparen zwar viel, aber oft zu schlechten Konditionen. Dadurch verliert Geld langfristig an Wert. Wir wollen Menschen motivieren, sich stärker mit Geldanlage auseinanderzusetzen. Die drei Prozent Zinsen sind ein attraktiver Einstieg. Langfristig glauben wir aber, dass breit gestreutes Investieren am Kapitalmarkt der entscheidende Vermögensaufbau ist.

Krypto war in den vergangenen Jahren ein großes Thema. Welche Rolle spielt das künftig noch bei Trade Republic?

Krypto bleibt ein Teil unseres Angebots, aber nicht unser Fokus. Für manche Anleger kann es eine sinnvolle Beimischung sein. Unser Schwerpunkt liegt aber klar auf langfristigem Vermögensaufbau und einfachen Investmentlösungen.

Wie wichtig ist Österreich inzwischen für Trade Republic innerhalb Europas?

Österreich ist für uns ein sehr wichtiger Markt. Einerseits, weil wir hier oft neue Features und Funktionen testen, bevor wir sie später in größeren Märkten ausrollen. Andererseits sehen wir in Österreich enormes Potenzial. Die Menschen beschäftigen sich immer stärker mit Geldanlage und suchen nach Alternativen zu klassischen Banken.

"Wir sind längst nicht mehr nur ein Broker, sondern eine voll lizenzierte Bank mit Girokonto, Karte, Zinsen und Investmentangeboten."
Trade Republic

Sie positionieren sich immer stärker als Alternative zur Hausbank. Wird Trade Republic langfristig zur kompletten Finanz-App?

Eigentlich sind wir das heute schon. Wir sind längst nicht mehr nur ein Broker, sondern eine voll lizenzierte Bank mit Girokonto, Karte, Zinsen und Investmentangeboten. Natürlich entwickeln wir die Plattform laufend weiter. Unser Ziel ist es, die zentrale App für alle Geldangelegenheiten zu werden.

Wenn Sie in einem Satz sagen müssten, warum Menschen ihre bisherige Bank hinterfragen sollten – was würden Sie sagen?

Ich stelle bei Finanzentscheidungen immer zwei Fragen: Was kostet es – und was bringt es. Viele Banken kosten viel und bringen wenig. Bei uns ist es genau umgekehrt.

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