Die Spar- und Investment-App Trade Republic meldet einen deutlichen Wachstumsschub in Österreich. Innerhalb von nur zwölf Monaten ist die Zahl der Nutzer von 100.000 auf 250.000 gestiegen. Das Unternehmen spricht von einem riesigen Wachstum seiner Kundenbasis im Zuge der stärkeren Anpassung an den heimischen Markt und einfacherer Steuerlösungen. Mit diesem Wachstum geht nun ein spürbarer Ausbau beim Kundenservice einher. Ab sofort können Nutzer direkt in der App rund um die Uhr Hilfe bekommen.
Möglich ist das sowohl per Telefon als auch über einen Live-Chat. Laut Unternehmen stehen dafür mehr als 1.000 geschulte Mitarbeiter bereit, die in insgesamt acht Sprachen unterstützen sollen. Der neue Service soll nicht nur schnell erreichbar sein, sondern auch transparenter arbeiten. Wenn ein Anliegen nicht sofort geklärt werden kann, lässt sich der Fortschritt künftig direkt in der App mitverfolgen. Nutzer sehen also jederzeit, wie weit ihre Anfrage bearbeitet ist.
Für den Ausbau des Angebots hat das Unternehmen nach eigenen Angaben in den vergangenen sechs Monaten einen zweistelligen Millionenbetrag investiert. Das Geld sei in technische Infrastruktur, die Weiterentwicklung der App sowie in die Ausbildung der Servicekräfte geflossen.
Mitgründer Christian Hecker erklärt, man habe den Kundenservice komplett neu aufgebaut. "Unser Kundenservice wurde von Grund auf neu entwickelt. Im Zentrum stehen geschulte Agenten, die den Kunden persönlich weiterhelfen können", so Hecker. Für die kommenden zwölf Monate formuliert er ein klares Ziel: "Innerhalb der nächsten zwölf Monaten wollen wir den besten Kundenservice aller Banken in Europa bieten. Das ist unser Anspruch." Parallel zum neuen Support bringt die App auch ein größeres Update. Mehr als 30 zusätzliche Funktionen sollen vor allem bestehenden Nutzern zugutekommen.
Dazu zählen erweiterte Möglichkeiten bei Passwörtern und PINs sowie die Unterstützung von Zwei-Faktor-Authentifizierungs-Apps. Auch für aktive Anleger gibt es Änderungen. Die Auswertungen innerhalb der App werden detaillierter, etwa durch genauere Aufschlüsselungen von Renditen. Zusätzlich können Nutzer künftig ein umfassendes Steuerdokument als Datenblatt exportieren. Die Plattform arbeitet dafür auch mit bekannten Tracking-Tools zusammen, um Daten einfacher weiterzugeben.
Neben Technik und Service will das Unternehmen auch den direkten Austausch mit seinen Kunden ausbauen. Geplant ist ein internationaler Kundenbeirat, bei dem jedes Jahr zehn Nutzer ausgewählt werden. Diese sollen regelmäßig mit dem Management zusammentreffen und über neue Funktionen, Wünsche und Probleme sprechen. Auch online wird der Dialog verstärkt. Vorgesehen sind Live-Fragerunden, Abstimmungen zu neuen Features und ein eigenes Forum auf Reddit. Anliegen der Nutzer sollen dadurch stärker in die Weiterentwicklung der App einfließen.
Österreich-Chef Oswald Salcher sieht in den aktuellen Zahlen eine Bestätigung des Kurses. Man habe die Nutzerzahl seit Beginn der Lokalisierung vor rund einem Jahr von 100.000 auf 250.000 gesteigert. Das zeige den Anspruch, sowohl technisch als auch im persönlichen Kontakt möglichst nahe an den Kunden zu sein. Der neue Kundenservice ist bereits gestartet und wird laut Unternehmen in den kommenden Wochen schrittweise für alle Nutzer in Österreich sowie in weiteren europäischen Märkten freigeschaltet.