Mit 4,3 Millionen Kunden ist die Erste Bank nicht nur Österreichs ältestes, sondern auch das größte Kreditinstitut. Zum Konzern gehört mittlerweile die Salzburger Sparkasse – die Fusion wurde im August 2025 vollzogen. Für 260.000 Kunden hat das jetzt weitreichende Folgen.
Über das Pfingstwochenende werden nämlich auch die IT-Systeme der Institute zusammengelegt. Für Kunden bedeutet das: Sie verlieren ihre altbekannte IBAN (Kontonummer), die viele vielleicht schon ein Leben lang begleitet. Ab 26. Mai finden sie im Internetbanking George und auf Kontoauszügen die neuen Kontodaten.
Eine neue IBAN bedeutet auch, dass neue Bankomatkarten notwendig werden. Diese sollen bis spätestens Anfang Juni kostenlos und automatisch verschickt werden, so die Salzburger Sparkasse in einem Schreiben an betroffene Kunden.
Bei den Kreditkarten ändert sich nichts; dasselbe gilt für PIN-Codes. Alte Karten bleiben gültig, bis die neuen Karten erstmals verwendet werden. Am 31. August werden alte Karten allerdings deaktiviert.
Keine Änderungen gibt es beim Internetbanking. Wird dort nach dem 26. Mai eine Überweisung getätigt, nimmt George automatisch die neue IBAN her. Auch Zahlungen an die alte IBAN sowie SEPA-Lastschriftmandate finden weiterhin ihr Ziel. Daueraufträge werden automatisch umgestellt.
Trotzdem sollte man alle Personen, die regelmäßig auf das Konto einzahlen oder davon abbuchen, über die neue IBAN informiert werden. Das gilt etwa für den Arbeitgeber, Vermieter, Energieversorger oder Versicherungen. Hilfreich ist hier die Ansicht der SEPA-Mandate im Konto-Punkt "Funktionen".
Dort sollte überall die alte IBAN auf die neue IBAN geändert werden. Nur so kann garantiert werden, dass die Abbuchungen von Diensten wie der Krankenkasse, FinanzOnline, Amazon, PayPal und Abos wie Netflix oder Spotify funktionieren.
Am Pfingstwochenende selbst (22. bis 25. Mai) werden die IT-Systeme zusammengelegt. Dadurch wird es zu temporären Einschränkungen kommen, z. B. in George, an SB-Geräten, bei Bargeldbehebungen, Karten- und Online-Zahlungen. Am Freitag können keine Wertpapiere kaufen und verkaufen, die an ausländischen Börsen (z. B. Deutschland, USA) gehandelt werden.