In der Steiermark sorgt eine neue Betrugsmasche für Tausende Euro Schaden. Seit dem 26. März 2026 wurden sieben Anzeigen erstattet, bei denen Inhaberinnen und Inhaber von Trade-Republic-Konten gezielt unter Druck gesetzt wurden.
Die Täter senden per SMS Warnungen über angebliche unbefugte Zugriffe und drängen die Betroffenen, Geld auf "sichere" Auslandskonten zu überweisen. Tatsächlich fließt das Geld direkt auf Konten der Betrüger, wie die "Kleine Zeitung" berichtet.
Laut Polizei handelt es sich um eine besonders raffinierte Masche, da Trade Republic häufig als Investment- oder Sparkonto genutzt wird.
Die Täter erhalten Telefonnummern meist über Daten-Leaks. Hinweise auf ihre Identität gibt es bislang nicht; die Polizei geht davon aus, dass sie im Ausland operieren, meist außerhalb der EU.
Die Zahl der Internet-Delikte steigt in der Steiermark kontinuierlich: Von 1087 Fällen 2015 auf 7278 Anzeigen 2024. Die Aufklärungsquote liegt aktuell bei rund 40 Prozent.
Die Ermittlungen würden sich besonders aufwendig gestalten, da ein internationaler Austausch notwendig sei, um die Täter zu identifizieren und Geschädigten zu helfen.