Unsicherheit wächst

Trotz Inflation und Krise: EZB lässt Zinsen unverändert

Die EZB lässt die Zinsen trotz steigender Inflation unverändert. Der Iran-Krieg sorgt weiter für Unsicherheit bei Preisen und Wachstum.
Newsdesk Heute
30.04.2026, 15:06
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Die Europäische Zentralbank bleibt trotz wachsender Unsicherheit durch den Iran-Krieg auf ihrem bisherigen Kurs – und greift vorerst nicht ein.

Bei ihrer Sitzung in Frankfurt entschied die EZB am Donnerstag, die Leitzinsen unverändert zu lassen. Gleichzeitig betonte die Notenbank, sie sei "fest entschlossen", die Geldpolitik so auszurichten, dass sich die Inflation mittelfristig wieder beim Zielwert von zwei Prozent einpendelt.

Einlagenzins bleibt bei 2,0 Prozent

Die Entscheidung kam nicht überraschend. Der Einlagenzins, der auch für Sparer relevant ist, bleibt bei 2,0 Prozent. Der Hauptrefinanzierungssatz liegt weiterhin bei 2,15 Prozent, während der Spitzenrefinanzierungssatz bei 2,40 Prozent verharrt.

In ihrer Begründung verwies die EZB auf zunehmende Risiken: Sowohl die "Aufwärtsrisiken für die Inflation" als auch die "Abwärtsrisiken für das Wachstum" hätten zuletzt zugenommen. Vor allem die Entwicklung der Energiepreise spiele dabei eine zentrale Rolle.

Die Auswirkungen des Konflikts auf die Teuerung hängen laut Notenbank stark davon ab, wie lange und wie intensiv der Preisschock anhält. Wörtlich heißt es: "Je länger der Krieg anhält und je länger die Energiepreise auf hohem Niveau bleiben, desto stärker wird sich dies voraussichtlich auf die allgemeine Inflation und die Wirtschaft auswirken".

Trotz der angespannten Lage sieht sich die EZB handlungsfähig. Der EZB-Rat sei "weiterhin gut gerüstet", um mit der Unsicherheit umzugehen. Entscheidungen sollen auch künftig auf Basis aktueller Daten getroffen werden – von Sitzung zu Sitzung.

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