Trotz der angespannten Lage rund um den Iran-Krieg hält die US-Notenbank an ihrer Linie fest. Der Leitzins bleibt vorerst stabil.
Wie die Federal Reserve am Mittwoch mitteilte, liegt der Zinssatz weiterhin bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Experten hatten diesen Schritt bereits erwartet, da die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts schwer abzuschätzen sind.
Der Krieg sorgt einerseits für steigende Energiepreise und damit für neue Inflationsrisiken. Andererseits könnte die wirtschaftliche Entwicklung gebremst werden – mit möglichen Folgen für den Arbeitsmarkt. Genau hier liegt die Herausforderung für die Fed: Anders als die Europäische Zentralbank muss sie nicht nur auf die Preisstabilität achten, sondern auch auf einen möglichst hohen Beschäftigungsstand.
Zuletzt hatte die Notenbank den Leitzins im Dezember gesenkt. Seit Ende Jänner verfolgt sie jedoch einen abwartenden Kurs und ließ den Zinssatz trotz politischem Druck unverändert. US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt weitere Zinssenkungen gefordert.
Auch personell stehen Veränderungen an: Die Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell endet regulär am 15. Mai. Als möglicher Nachfolger gilt Trumps Wunschkandidat Kevin Warsh.