4. Sieg in Folge für Vettel: WM-Titel rückt näher

Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel ist dem neuerlichen Weltmeistertitel in der Formel 1 am Sonntag mit seinem vierten Sieg in Folge ein großes Stück näher gekommen.
Die Dominanz von Sebastian Vettel in der Formel 1 hat auch in Südkorea angehalten. Der Red-Bull-Pilot feierte am Sonntag in Yeongam vor den Lotus-Fahrern Kimi Räikkönen und Romain Grosjean den vierten Sieg in Folge. Durch seinen 34. Grand-Prix-Triumph machte der Deutsche den nächsten großen Schritt zum vierten WM-Titel. Er führt nach 14 von 19 Saisonläufen nun schon 77 Punkte vor Ferrari-Star Fernando Alonso, der nur Sechster wurde. Vettel kann damit bereits nächste Woche in Japan die WM vorentscheiden.

Der drittel Vettel-Sieg in Südkorea en suite war auch deshalb nie gefährdet, weil der vorhergesagte Regen ausblieb. Dennoch verlief der Grand Prix ziemlich turbulent, zwei Einsätze des Safety-Cars ließen das Feld zusammenrücken. Der Start-Ziel-Sieg Vettels stand aber trotzdem nie infrage.

"Alles in allem ist es fantastisch gelaufen. Ich liebe meine Arbeit, ich genieße den Moment. Zum Glück waren wir auch nach den Safety-Car-Phasen schnell genug, um wieder einen Vorsprung herauszufahren", meinte Vettel und blickte mit Vorfreude auf das vielleicht schon WM-entscheidende Rennen in Suzuka. "Ich freue mich schon auf Japan, das ist immer ein Highlight der Saison."

Nur Vettel startete perfekt

Sein Teamkollege Mark Webber schied aus. Auch für Ferrari mit Alonso und Felipe Massa (9.) sowie für Mercedes mit Lewis Hamilton (5.) und Nico Rosberg (7.) lief es nicht nach Wunsch. Im Gegensatz zu Vettel verloren Alonso und auch der schließlich hinter Sauber-Überraschungsmann Nico Hülkenberg gelandete Hamilton gleich nach dem Start einen Platz. Sie reihten sich auf den Positionen sechs bzw. drei ein. Massa wurde durch einen Dreher in Runde eins ganz weit zurückgeworfen.

An den in der Anfangsphase eingenommenen Positionen im Spitzenfeld änderte sich lange nichts. In der 28. Runde musste dann aber der drittplatzierte Rosberg mit einem defekten Frontflügel in die Box. Der Wechsel des ohne "Feindberührung" kaputt gegangenen Vorderteils dauerte mehr als 20 Sekunden, wodurch der Deutsche nicht mehr in Podiumsnähe kam.

Safety-Car musste auf die Strecke

In dieser Phase mit den planmäßigen zweiten Boxenstopps zerlegte es einen zuvor bei einem Bremsmanöver beschädigten Vorderreifen von Mc-Laren-Fahrer Sergio Perez spektakulär, was zum ersten Einsatz des Safety-Cars führte. Der zuvor kontinuierlich aufholende Webber ruinierte sich durch die Gummiteile auf der Strecke einen Reifensatz und musste deshalb noch einmal in die Box. Unmittelbar nach der Freigabe schied der glücklose Australier in Folge einer unverschuldeten Kollision auch noch mit brennendem Auto aus.

Noch vor dem deshalb neuerlich ausrückenden Safety-Car sorgte für einige Sekunden ein langsames Einsatzfahrzeug vor dem Fahrerfeld für Gefahr und Aufregung. Der Vorfall blieb aber ebenso wie das Feuer am Red Bull von Webber folgenlos. Der auch schon in Singapur mit Motorschaden ausgeschiedene Routinier war rechtzeitig ausgestiegen.

Nach der neuerlichen Freigabe zog Vettel schnell wieder davon. Räikkönen hatte sich mittlerweile vor Grosjean und Hülkenberg auf den zweiten Platz verbessert. Dahinter kämpften Hamilton und Alonso verbissen um Platz fünf. An der Rangordnung änderte sich aber nichts mehr.

Endstand des Formel-1-Grand-Prix von Südkorea:

Streckenlänge: 55 Runden a 5,615 km = 308,630 km

 1. Sebastian Vettel (GER)    Red Bull     01:43:13,70

 2. Kimi Räikkönen (FIN)      Lotus             +04,224

 3. Romain Grosjean (FRA)     Lotus             +04,927

 4. Nico Hülkenberg (GER)     Sauber            +24,114

 5. Lewis Hamilton (GBR)      Mercedes          +25,255

 6. Fernando Alonso (ESP)     Ferrari           +26,189

 7. Nico Rosberg (GER)        Mercedes          +26,698

 8. Jenson Button (GBR)       McLaren           +32,262

 9. Felipe Massa (BRA)        Ferrari           +34,390

10. Sergio Perez (MEX)        McLaren           +35,155

 Ausgeschieden: Mark Webber (AUS) Red Bull, Paul di Resta (GBR) Force India

Schnellste Runde: Sebastian Vettel (GER) Red Bull

WM-Stand (nach 14 von 19 Rennen)

1. Sebastian Vettel (GER) Red Bull    272

2. Fernando Alonso (ESP)  Ferrari     195

3. Kimi Räikkönen (FIN)   Lotus       167

4. Lewis Hamilton (GBR)   Mercedes    161

5. Mark Webber (AUS)      Red Bull    130

Konstrukteurs-WM (nach 14 von 19 Rennen)

1. Red Bull    402

2. Ferrari     284

3. Mercedes    283
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