Wer Leitungswasser trinkt, schont nicht nur Klima und Umwelt, sondern auch den Geldbeutel: Es ist rund 100 Mal günstiger als gekauftes Mineralwasser. Doch es gibt eine wichtige Regel zu beachten.
Trinkwasser, das länger als vier Stunden in der Leitung stand, sollte nicht für die Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet werden. Der Grund: In den Wasserleitungen können sich Bakterien wie Legionellen vermehren, und Stoffe aus den Armaturen und Leitungen können sich im Wasser absetzen.
"Wir empfehlen, das Wasser so lange laufen zu lassen, bis es nicht mehr kälter wird", meldet utopia.de unter Berufung auf die Berliner Wasserbetriebe. Je nach Stockwerk und Leitungslänge kann das 15 bis 60 Sekunden dauern. Besonders bei der Zubereitung von Säuglingsnahrung ist das wichtig.
Frisches Wasser erkennst du daran, dass es kühl aus dem Hahn kommt. Lauwarmes Wasser hingegen ist ein Zeichen dafür, dass es bereits länger in der Leitung stand und nicht mehr frisch ist.
Das abgestandene Wasser muss nicht in den Abfluss: Du kannst es in Eimern oder Kannen sammeln und zum Gießen der Zimmerpflanzen, für den Garten, zum Putzen, zum Spülen oder zum Bewässern von Stadtbäumen verwenden.
Die Gefahr von Legionellen besteht vor allem nach langen Abwesenheiten, etwa nach einem Urlaub. Besonders beim Duschen ist Vorsicht geboten, wenn das Wasser vernebelt und eingeatmet wird. Nach der Rückkehr aus dem Urlaub solltest du das Wasser für einige Minuten bei maximaler Temperatur laufen lassen – Temperaturen über 60 Grad töten die Bakterien ab. Bei Temperaturen unter 20 Grad können sich Legionellen hingegen kaum ausbreiten.