Nach der Brandkatastrophe im Schweizer Crans Montana reagieren nun auch die Behörden in Salzburg. Die ersten Nachtlokale werden auf ihren Brandschutz kontrolliert. Am Montag nehmen Behördenvertreter gleich fünf Lokale und Veranstaltungsstätten in Saalfelden unter die Lupe.
Überprüft werden unter anderem das Kunsthaus Nexus im Pinzgau, das Bahnhofsstüberl sowie der Nachtclub Jasmin in der Stadtgemeinde. Im Fokus stehen vor allem Brandschutzmaßnahmen und Fluchtwege.
Landesweit haben die Behörden in Absprache mit den Gemeinden eine Liste mit zu überprüfenden Betrieben erstellt. Allein im Pinzgau sind es rund 100 Lokale, sagt der stellvertretende Bezirkshauptmann von Zell am See, Andreas Breitfuß: "Besonders geht es uns darum, ob die Fluchtwege, Notausgänge, diese Brandschutzbestimmungen generell eingehalten werden. Ob etwa im Kellerbereich zum Beispiel eine Schaumstoffdämmung vorhanden ist und ob auch feuerhemmende Materialien zum Einsatz kommen", das berichtet der ORF.
Für die umfassenden Überprüfungen gibt die zuständige Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek (FPÖ) den Behörden ein Jahr Zeit. Bis Frühjahr 2027 sollen in allen Bezirken hunderte Lokale kontrolliert werden.
Im Pongau stehen rund 130 Betriebe auf der Liste, in der Stadt Salzburg sind es derzeit 30. Im Pinzgau wird auch ein besonderes Augenmerk auf Après-Ski-Lokale gelegt, erklärt Breitfuß. Diese seien zum Teil stark frequentiert, geprüft werde aber quer durch die Bank.
Generell, so heißt es von den Behörden, halte sich der Großteil der Betriebe im Bundesland an die geltenden Brandschutzbestimmungen.