Einen Monat nach der verheerenden Brandkatastrophe in einer Bar im schweizerischen Crans-Montana ist ein weiteres Todesopfer zu beklagen.
Der 18-jährige A. ist in einem Krankenhaus in Zürich seinen schweren Verletzungen erlegen, wie die Walliser Staatsanwaltschaft mitteilte. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 41.
Das Feuer war in der Silvesternacht ausgebrochen, nachdem Funken sprühende Partyfontänen die Bar in Brand gesetzt hatten. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus. Viele Gäste im Kellergeschoss konnten sich nicht mehr rechtzeitig ins Freie retten, da lediglich eine enge Treppe als Fluchtweg zur Verfügung stand.
Mehr als 100 Menschen wurden bei dem Unglück verletzt, rund 80 von ihnen erlitten schwere bis schwerste Brandverletzungen. Die Überlebenden werden seither in Krankenhäusern in der Schweiz und in ganz Europa behandelt. Die Ermittlungsbehörden prüfen den Fall wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Brandstiftung. Die genauen Abläufe der Katastrophe sind weiterhin Gegenstand der Untersuchungen.
Besonders tragisch: Am Samstag gedachten Jugendliche aus Lutry im Kanton Waadt bei einem Trauermarsch der Opfer von Crans-Montana – ohne zu wissen, dass ausgerechnet an diesem Tag ein 18-Jähriger aus ihrer Gemeinde verstorben war. A., ein Basketballspieler, war im selben Alter und hatte die Grundschule mit Organisatorin Allegra Petruzzi besucht. "Wir wussten es zu diesem Zeitpunkt, als wir den Trauermarsch durchführten, noch nicht", sagte sie zu 20 Minuten.
Vom Tod ihres ehemaligen Schulkollegen habe sie erst am Sonntagmorgen erfahren. "All mein Beileid seiner Familie", sagte sie weiter. "Ich werde A. niemals vergessen. Er war eine gute Person."
Bestätigt wurde der Todesfall schließlich auch indirekt durch den Vater eines anderen Opfers. Der Vater von Trystan schrieb auf Instagram: "Noch ein Engel ist gegangen. Auf Wiedersehen A., du wirst für immer in unseren Herzen bleiben."
Noch am 9. Januar hatte der Basketballclub aus Lausanne, bei dem der 18-Jährige spielte, mitgeteilt, sein Zustand sei stabil. Am nationalen Trauertag nahm der Verein an einer Schweigeminute teil und bekundete seine Anteilnahme: "Im Namen der gesamten Club-Familie möchten wir den Angehörigen in dieser schweren Zeit unser aufrichtiges Beileid aussprechen."
Wie das Universitätsspital Zürich auf Anfrage des "Blick" erklärte, befinden sich derzeit noch fünf weitere Schwerverletzte in Behandlung. "Alle sind weiterhin in einem kritischen Zustand", so Spitalsprecher Marcel Schlatter.