Schon wieder ein Polizeieinsatz wegen Federvieh bei der Deutschen Bahn. Am Freitagabend gegen 17.30 Uhr kam eine Passagierin mit einem ungewöhnlichen "Gegenstand" ins Fundbüro am Münchner Hauptbahnhof: Ein herrenloses Huhn.
Sie hatte es am nördlichen Bahnhofsausgang bemerkt und eingefangen. Da man im Fundbüro jedoch keine lebenden "Objekte" aufbewahren kann, wurde der Fall an die Polizei weitergeleitet.
Nun übernahmen die Beamten der Bundespolizeiinspektion München den Fall "Henrietta", wie sie das Huhn kurzerhand "tauften". Die erste Befragung verlief jedoch ergebnislos, wie die Ermittler ernüchtert feststellen mussten. Auch eine Schüssel Haferflocken trug nicht dazu bei, mehr als nur unverständliches Gegacker aus der Befragten herauszubekommen.
So kann nur gemutmaßt werden, ob das Tier von weit her zugereist ist oder ob es von einem Hühnerhalter irgendwo in München ausgebüxt ist. Ob ein Zusammenhang zu jenen drei Hühnern besteht, die im Oktober in der Kölner S-Bahn ein ganzes Zugabteil besetzt hatten, konnte ebenfalls (noch) nicht geklärt werden.
Da der Vogelnotdienst nachts nicht erreichbar ist, blieb "Henrietta" bis Samstagfrüh am Polizeirevier Münchner Hauptbahnhof.
Zu Beginn der Tagschicht wurde sie dann wohlbehalten und ausgeschlafen an den Vogelnotdienst Olching übergeben, wie die Bundespolizeiinspektion München am Sonntag in einer Aussendung mitteilte.