Brand-Tragödie

Bar-Inferno in Crans-Montana: Jetzt spricht Betreiberin

Nach dem verheerenden Brand in Crans-Montana bittet die Betreiberin der Unglücksbar um Entschuldigung. Die Ermittlungen laufen weiter.
Newsdesk Heute
09.01.2026, 21:17
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Rund eine Woche nach dem schweren Brand bei einer Silvester-Feier im Schweizer Skiort Crans-Montana hat sich die Mitbetreiberin der betroffenen Bar zum ersten Mal öffentlich geäußert und um Entschuldigung gebeten.

"Meine Gedanken sind ständig bei den Opfern und den Menschen, die noch heute um ihr Überleben kämpfen", sagte die Französin Jessica M. am Freitag vor den Medien. In ihrer Bar habe sich eine "unvorstellbare Tragödie" abgespielt. "Dafür möchte ich mich entschuldigen", fügte sie hinzu.

Bei dem Brand in der Bar "Le Constellation" sind in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben gekommen. 114 wurden verletzt, viele davon schwer. Am Freitag hat die Schweiz mit einer Schweigeminute, Glockengeläut und einer Trauerfeier an die Opfer erinnert.

Mann in U-Haft, Frau vorerst in Freiheit

Gleichzeitig wurden die Betreiber der Bar, das französische Ehepaar Jacques und Jessica M., über sechs Stunden lang von der Staatsanwaltschaft befragt. Gegen die beiden läuft ein Verfahren wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und Körperverletzung.

Der Mann wurde nach dem Verhör wegen Fluchtgefahr in U-Haft genommen. Die Staatsanwaltschaft verwies auf seine Aussagen im Verhör und auf seine Vergangenheit: Jacques M. war in Frankreich schon 2018 wegen Zuhälterei verurteilt worden.

Laut seinem Anwalt muss ein Gericht die U-Haft innerhalb von 48 Stunden bestätigen. Seine Frau durfte vorerst nach Hause gehen.

Laut ersten Ermittlungen dürfte das Feuer im Keller der Bar durch Party-Fontänen ausgelöst worden sein, die an Champagnerflaschen befestigt waren und zu nahe an die Decke gehalten wurden.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auch darauf, ob die Schaumstoffdämmung an der Kellerdecke den Brandschutzvorschriften entsprochen hat. Laut dem Präsidenten des Gemeinderats war die letzte vorgeschriebene Brandschutzkontrolle im Jahr 2019.

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