220.000 Euro bezahlt

Brand in Crans-Montana: Bar-Betreiber auf Kaution frei!

Die U-Haft des Barbetreibers Jacques Moretti wurde gegen eine Kautionszahlung von 200.000 Schweizer Franken aufgehoben.
Newsdesk Heute
24.01.2026, 09:30
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Wie der französische Nachrichtensender BFMTV am Samstagmorgen gegen 8:30 Uhr meldete, ist Barbetreiber Jacques Moretti aus der Haft entlassen worden.

Demnach wurde eine Kaution von 200.000 Franken (rund 220.000 Euro) für den Besitzer der Bar Le Constellation in Crans-Montana hinterlegt. Moretti befand sich seit dem 9. Jänner in U-Haft.

Scharfe Kritik an der Entscheidung kam schon im Vorfeld unter anderem vom Walliser Anwalt und Politiker Jean-Luc Addor. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sprach er von "einem Skandal und einer Schande gegenüber den Opfern und ihren Familien". Addor vertritt die Angehörigen eines Jugendlichen, der bei dem Drama ums Leben gekommen ist.

Auch Romain Jordan, der mehrere Opferfamilien rechtlich vertritt, zeigte sich empört. In einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung an die AFP erklärte er: "Meine Mandanten stellen fest, dass erneut keinerlei Überlegungen zum Risiko von Kollusion und zum Verschwinden von Beweismitteln angestellt wurden."

Nicht nur mehrere Anwälte der Opferfamilien, sondern auch italienische Politiker zeigen sich mit der Freilassung von Moretti aus der Untersuchungshaft nicht einverstanden.

Flieht Moretti nach Frankreich?

AFP zufolge betonte einer der Juristen: "Es bestehen sehr schwere Verdachtsmomente gegen Jacques Moretti." Zudem verwies er auf ein mögliches "Fluchtrisiko nach Frankreich, insbesondere nach Korsika, wo der Beschuldigte bekannte Verbindungen hat". Darüber hinaus stelle sich auch das "Risiko der Kollusion infrage, sei es mit Dritten oder sogar zwischen den Eheleuten Moretti selbst".

Auch Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni meldete sich auf X zu Wort. Sie zeigte sich "empört" über die Nachricht und erklärte: "Ich halte dies für eine Beleidigung des Andenkens an die Opfer der Neujahrstragödie und für einen Affront ihren Familien gegenüber, die unter dem Verlust ihrer Angehörigen leiden."

Die italienische Regierung werde die Schweizer Behörden "zur Rechenschaft ziehen" für das, was geschehen sei.

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