40 Tote nach Feuer-Inferno

Flucht mit Privatjet? Bar-Betreiber erneut im Visier

Nach dem Bar-Brand in Crans-Montana mit 40 Toten gibt es nun Hinweise, dass die Betreiber eine Flucht per Charter-Jet geplant haben sollen.
Newsdesk Heute
20.01.2026, 20:17
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Crans-Montana kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Brand in der Bar "Le Constellation" mit 40 Toten rückt nun ein neuer Verdacht in den Mittelpunkt – die Betreiber sollen kurz nach der Katastrophe über eine mögliche Flucht per Privatflugzeug nachgedacht haben.

Wie aus einem Schreiben hervorgeht, das der "Bild"-Zeitung nach eigenen Angaben vorliegt, wandte sich die Nebenklage-Anwältin Nina Fournier am 12. Januar an die Staatsanwaltschaft des Wallis.

Privates Luftfahrtunternehmen kontaktiert?

Darin heißt es: "Im Zusammenhang mit der Fluchtgefahr, die als Grund für die Inhaftierung von Jacques Moretti angeführt wurde, haben wir erfahren, dass einer der Eheleute Moretti möglicherweise ein privates Luftfahrtunternehmen kontaktiert hat, um die Flucht vorzubereiten." Fournier ersucht die leitende Staatsanwältin, abzuklären, mit welcher Fluglinie in Sitten oder Genf das Ehepaar Kontakt gehabt haben könnte.

215.000 Euro Kaution

Für Jacques Moretti  ist das ein weiterer Punkt, der in seiner dritten Vernehmung am Dienstagmorgen eine Rolle spielen dürfte. Dabei geht es auch um die Frage, ob er gegen eine Kaution von 200.000 Schweizer Franken (rund 215.000 Euro) aus der Untersuchungshaft entlassen werden kann.

Seine Ehefrau Jessica wird am Mittwoch vernommen. Sie ist derzeit auf freiem Fuß, trägt eine elektronische Fußfessel und muss sich täglich bei der Polizei in Crans-Montana melden. Bislang berücksichtigte Richter Christian Roten, dass sie zwei kleine Kinder im Alter von 5 Jahren und 10 Monaten betreuen muss. Jessica Moretti hatte am 9. Januar erklärt: "Ein Leben auf der Flucht würde ich ihnen niemals zumuten".

Immobilien im Ausland

Das französische Paar soll zusätzlich über weiteren Besitz im Ausland verfügen: demnach über ein Haus in Solenzara auf Korsika sowie ein Apartment in Cannes. Auch Jacques Moretti soll betont haben, nie an eine Flucht gedacht zu haben: "Mein Vater hat uns besucht, ich hätte einfach in sein Auto steigen können." Er sehe sich im Wallis verwurzelt und wolle sich den Ermittlungen dort stellen.

Fluchtgefahr bleibt bestehen

Das Zwangsmaßnahmen-Gericht in Sitten zeigte sich davon jedoch bisher nicht überzeugt. In einem Beschluss zur Fortdauer der Untersuchungshaft, der "Bild" zufolge vorliegt, wird Moretti die Fluchtgefahr erneut vorgehalten. Der Richter schreibt: "Daher kann nicht davon ausgegangen werden, dass Sie dauerhaft in unserem Land ansässig sind. Sie besitzen zwei Immobilien, von denen eine in Cannes sofort verfügbar ist, und Bankkonten in Frankreich."

Und weiter: "Sie haben auch Familie in Frankreich, insbesondere auf Korsika. Daher besteht die reale Gefahr, dass Sie aus der Schweiz fliehen, um sich dem Verfahren zu entziehen, da Sie bisher wenig Zukunft im Kanton Wallis zu haben scheinen."

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.01.2026, 20:17
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