Die Silvesternacht endete für Gaëtan T. (28) in einer Katastrophe: Der junge Barchef des "Le Constellation" in Crans-Montana erlitt schwere Verbrennungen und liegt seither im künstlichen Koma. Wie der französische TV-Sender BFMTV berichtet, hatte er seinen Job eigentlich schon hinter sich lassen wollen.
Schon vor Weihnachten klagte Gaëtan gegenüber seinem Vater über die Zustände in der Bar. "Papa, ich gehe nach Hause, nichts stimmt. Das habe ich nicht erwartet, es gibt viele Mängel", soll er gesagt haben. Besonders beunruhigten ihn demnach "sehr junge Teenager", die sich regelmäßig in der Bar aufhielten.
In der Silvesternacht kam es dann zur Brand-Katastrophe mit 40 Toten und zahlreichen Verletzten. Gaëtan selbst erlitt schwere Verbrennungen an einem großen Teil seines Körpers. Laut seinem Vater leidet er zusätzlich unter "pulmonalen Komplikationen" durch eingeatmete Dämpfe.
Unterdessen zeigt sich der leitende Chirurg des Zentrums für Brandverletzte am Unispital Zürich in einem Interview mit dem Tagesanzeiger zuversichtlich: "Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, kann ich sagen, dass junge Patienten deutlich bessere Chancen haben. Sowohl was das Überleben anbelangt als auch das Ergebnis der Behandlung", erklärte Bong-Sung Kim.
Und weiter: "Wir sind jetzt jeden Tag im Operationssaal, aber auch sonst ist das ganze Team im Einsatz: mit Diagnostik, Verbände wechseln, Patienten auch sonst betreuen."
Die Ärzte und Pflegefachleute glauben aber fest daran, "dass wir es schaffen – dass viele nicht lediglich überleben, sondern dass wir ihnen langfristig auch eine gute Lebensqualität ermöglichen können."