Winterliche Bilder am Meer: In Venetien hat es am Dreikönigstag nicht nur in der Ebene geschneit, sondern überraschend auch an der Küste. Gleichzeitig hält eine außergewöhnlich starke Kältewelle die gesamte Region in Atem – mit Glatteis-Warnungen, Einsatzplänen und nächtlichen Minusrekorden.
Schon am Morgen zeigte sich das Nordost-Italien vielerorts leicht angezuckert: Von Padua bis Rovigo und im Raum Venedig blieb der Himmel bedeckt, das Thermometer rutschte unter Null und Straßen, Gehsteige sowie Felder wurden stellenweise weiß, berichtet die "Corriere della Sera".
Besonders auffällig: Gegen Mittag erreichte der Schnee auch die Adria-Küste. Die Strände von Jesolo, Caorle und Bibione wurden kurzzeitig weiß – Bilder, die es seit dem Winter 2017 nicht mehr gegeben hatte. Zahlreiche Videos und Fotos wurden vom "verschneiten Meer" in den sozialen Medien gepostet.
Die Temperaturwerte zeigen, wie hart Venetien derzeit getroffen ist. Am kältesten war die Piana di Marcesina–Rendole auf 1.310 Metern Höhe mit -14,8 Grad.
Die Glatteis-Warnung, die am Montag ausgelöst wurde, bleibt auch am Mittwoch und Donnerstag aufrecht. Gerade zum Neustart von Schule und Arbeit nach den Weihnachtsferien könnten gefrorene Fahrbahnen für Probleme sorgen. Gemeinden haben ihre Schneenotfallpläne aktiviert, Salzstreuer sind im Einsatz, der Zivilschutz steht in Bereitschaft. Auch auf der Autobahn wurde aufgerüstet.