Der Fall um Johanna G. sorgt in ganz Österreich für Bestürzung. Nachdem sie von ihrer Mutter als vermisst gemeldet wurde, geriet ein Cobra-Polizist über die Auswertung von Handy-Chats ins Visier der Ermittler. Zuerst leugnete der 30-Jährige, die Fitnesstrainerin am 9. Jänner getroffen zu haben.
Im Rahmen des Verhörs verstrickte sich der Beamte jedoch zunehmend in Widersprüche. Schließlich gestand der 30-Jährige, Johanna bei einem "Würgesex-Spiel" aus Versehen getötet zu haben. Anschließend habe er die Leiche in einem Waldstück nahe dem Haus seiner Eltern, ebenfalls Polizisten, vergraben.
Am Donnerstag wurde der Staatsanwaltschaft Graz nun das vorläufige Obduktionsergebnis vorgelegt. Inhalte wollten die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht verraten, hieß es in einem Bericht der "Kleinen Zeitung". Laut "Heute"-Infos soll die 34-Jährige schwanger gewesen sein. Demnach sei der Polizist der Vater gewesen.
Auch darüber dürfte die Staatsanwaltschaft nun Klarheit haben. Dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Christian Kroschl, zufolge wolle man jedoch noch das schriftliche Obduktionsergebnis abwarten. Auch seien weitere Untersuchungen der Leiche notwendig.
Indes wurde über den Tatverdächtigen die Untersuchungshaft verhängt. Die diesbezügliche Haftprüfungsverhandlung fand am Donnerstag statt. Laut Staatsanwaltschaft bestünde "Verdunkelungs- sowie Tatbegehungsgefahr".