Nach einem stundenlangen Verhör legte der 30-jährige Cobra-Beamte ein Geständnis ab: Die 34-jährige Johanna G. aus der Steiermark ist tot. Eine Mordabsicht bestreitet der Elite-Polizist jedoch. In seiner Version der Ereignisse spricht der 30-Jährige von einem Unfall: Es sei in einem Auto zu Intimitäten gekommen, dabei zu sogenannten "Würgespielen", die tödlich endeten.
In Panik habe er den leblosen Körper der Frau in einem Loch verscharrt. Am Dienstag führte der Cobra-Beamte die Ermittler zum Garten seiner Familie in der Südsteiermark. Dort wurde die Leiche der 34-Jährigen geborgen.
Nun schaltet sich das Innenministerium ein und will den Fall genauer durchleuchten. Konkret sollen die internen Abläufe beim Einsatzkommando Cobra – Außenstelle Süd geprüft werden.
Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit wurde dafür beauftragt. Weiters soll die interne Prüfung von der Direktion für Spezialeinheiten, unter Einbindung von Fachkräften und Experten des Innenministeriums, durchgeführt werden.
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Im Zuge einer Hausdurchsuchung wurden bei dem Tatverdächtigen zwei Dienstwaffen gefunden, mindestens eine davon soll seit 2017 als gestohlen gemeldet sein. Bei den sichergestellten Waffen soll es sich um eine Glock-17 der Polizei sowie um eine Trainingswaffe handeln, mit der Platzpatronen verschossen werden. Ein Waffenverbot wurde ausgesprochen.
Die vermisste Südsteirerin (34) ist tot. Die Polizei hat nach tagelanger Suche ihre Leiche gefunden. Der Tatverdächtige ist ein 30-jähriger Cobra-Polizist. Er selbst spricht von einem tragischen "Sex-Unfall". Die Chronologie des Falls:
Es soll geklärt werden, wie der 30-Jährige neben seinen privaten, legal besessenen Faustfeuerwaffen, in den Besitz einer fremden Dienstwaffe gekommen ist. Ebenfalls soll geprüft werden, wie er zu der bei ihm aufgefundenen, größeren Anzahl an Munition gekommen ist. Eine Erklärung für die entwendete Waffe lieferte der Verdächtige bisher nicht.
Es gilt die Unschuldsvermutung.