Der Fall um die seit Tagen vermisste Fitnesstrainerin Johanna G. aus Tillmitsch (Bezirk Leibnitz) nimmt eine neue Wendung: Der festgenommene Cobra-Beamte gilt vorerst nicht als dringend tatverdächtig, gerät nach einem Fund bei einer Hausdurchsuchung jedoch zunehmend unter Druck.
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Ermittler sollen am elterlichen Anwesen im Bezirk Südsteiermark auf zwei gehortete Dienstwaffen gestoßen sein. Der 30-Jährige soll dort zwei Dienstpistolen aufbewahrt haben. Brisant: Mindestens eine davon soll seit 2017 als gestohlen gemeldet sein. Ein Waffenverbot wurde bereits gegen ihn ausgesprochen.
Laut "Heute"-Information soll es sich bei den sichergestellten Waffen um eine Glock-17 der Polizei sowie um eine Trainingswaffe handeln, mit der Platzpatronen verschossen werden. Welche Erklärung der Beamte für die entwendete Waffe liefert, ist derzeit nicht bekannt. Er dürfte bei einer neuerlichen Befragung damit konfrontiert werden.
Der Elite-Polizist gab zu, Johanna am Freitagabend vor ihrem Verschwinden getroffen zu haben – angeblich zu einer Aussprache. Damit ist er der letzte bekannte Kontakt der 34-Jährigen. Sie sei zu diesem Zeitpunkt wohlauf gewesen, beteuert der Beamte. Dass er persönliche Treffen zunächst abgestritten habe, erklärte er damit, dass er in einer aufrechten Beziehung lebt und die Affäre geheim halten wollte.
Der 30-jährige Cobra-Beamte aus der Südoststeiermark wurde am Montag festgenommen. Er soll Johanna vor einigen Monaten über eine Dating-App kennengelernt haben. Anfangs hatte der Polizist bestritten, die Frau jemals getroffen zu haben und sich in Widersprüche verwickelt. Erst als ihm Chatverläufe vorgelegt wurden, räumte er ein, sporadisch Kontakt mit ihr gehabt zu haben.
Für den Polizisten gilt die Unschuldsvermutung.