Brutalität, Unterdrückung, Folter und Exekutionen – so regierte Ramsan Kadyrow (49) seit 2007 in Tschetschenien. Doch nun steht der Statthalter von Kreml-Chef Wladimir Putin offenbar kurz vor dem Tod.
Laut einem Bericht des ukrainischen Geheimdienstes soll Kadyrow an einem Dialysegerät in einer tschetschenischen Privatklinik hängen. Er leide demnach an Nierenversagen. Familienmitglieder würden anreisen, um ihn noch ein letztes Mal sehen zu können.
Währenddessen beginnt im Kreml die Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Dabei stehen drei Kandidaten im Fokus. Beim Ersten handelt es sich um Magomed Daudow, berichtet die "Bild". Der 45-Jährige ist seit Mai 2024 Regierungschef der Tschetschenischen Republik. Zuvor war er neun Jahre lang Präsident des tschetschenischen Parlaments. Der Mann mit dem Spitznamen "Lord" soll Kadyrow sehr nahe stehen.
Kandidat Nummer zwei ist Apti Aronowitsch Alaudinow. Der 52-Jährige ist russischer Offizier und hat tschetschenische Wurzeln. Er ist Kommandant einer Spezialeinheit, die in der Ukraine kämpft. Ihm werden schwere Kriegsverbrechen zur Last gelegt.
Auch im Rennen um das Amt des tschetschenischen Machthabers ist Ramsan Kadyrows Sohn Achmat (20). Schon jetzt ist er stellvertretender Vorsitzender der Republikregierung sowie Sportminister. Mehr als nur fraglich ist laut Experten jedoch, ob die beiden älteren Kandidaten seine Führung akzeptieren würden. Anhaltende Machtkämpfe könnten die Konsequenz sein.