"Richtung und Geschwindigkeit stimmen" – mit diesen Worten zieht Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) eine positive Bilanz zum Ausbau des Bundesheers. Viel Lob gibt es dabei für den gestiegenen Nachwuchs, volle Planstellen und millionenschwere Investitionen – "da sind wir auf einem guten Weg", so Tanner.
Über 1.200 Personen begannen heuer die Ausbildung zum Offizier oder Unteroffizier, auch die Zahl der freiwilligen Austritte ging zurück. Bei den zivilen Bediensteten wurden 700 Planstellen vollständig ausgeschöpft. Die größte Herausforderung sei künftig die reibungslose Einführung neuer Systeme, so Tanner.
Zusätzlich wurden 426 Millionen Euro in die Infrastruktur gesteckt – in 700 Projekte, Reparaturen, Energieversorgung und Mietkosten. Rund die Hälfte der Bauprojekte steht in direktem Zusammenhang mit der Reformagenda "Mission Vorwärts" und dem Aufbauplan ÖBH2032+.
Von Jänner bis November waren durchschnittlich 505 Soldaten im Sicherheitseinsatz – mit fast 170.000 geleisteten Personentagen. Die Bewachung kritischer Infrastruktur in Wien wurde erneut bis Ende März 2026 verlängert.
Aktuell befinden sich knapp 600 Soldaten weltweit in 17 Auslandseinsätzen – die meisten im Kosovo (157), Bosnien (194) und im Libanon (164). Auch ein Kontingent des ABC-Abwehrzentrums war zur Seuchenbekämpfung in der Slowakei im Einsatz.
Außerdem wurden bei 1058 Einsätzen des Entminungsdiensts etwa 28,5 Tonnen Kriegsmaterial geborgen und entschärft.