Einheit per Gesetz

Neue Regeln in Kindergärten – das plant Minister

In jedem Bundesland gelten andere Regeln für Kindergärten – das soll sich jetzt ändern. Der Bildungsminister fordert ein Bundesgesetz.
Newsdesk Heute
02.01.2026, 10:50
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Ob Gruppengröße, Betreuungsschlüssel oder Ausbildung des Personals – in Österreich ticken die Kindergärten je nach Bundesland unterschiedlich. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) will das jetzt ändern: Im Rahmen der neuen "Reformpartnerschaft" mit Ländern und Gemeinden plant er bundesweit einheitliche Mindeststandards per Gesetz.

Bisher scheiterten entsprechende Vorstöße am Widerstand einiger Länder. Das Argument: Kleinere Gruppen bedeuten mehr Personal und mehr Einrichtungen – schwierig angesichts des akuten Personalmangels.

Qualitätsstandards für die Pädagogik

Aktuell bekennen sich die Länder in der 15a-Vereinbarung nur zu "möglichst einheitlichen" Standards, etwa bei der Qualifikation oder den pädagogischen Grundlagen. Wiederkehr will nun einen "bundesgesetzlichen Korridor für Mindeststandards" verankern – mit klaren Vorgaben etwa beim Berufsbild oder der Betreuungsqualität. Länder können diese Standards übererfüllen, aber nicht mehr unterschreiten.

Ein Dorn im Auge ist Wiederkehr auch der Flickenteppich bei der Ausbildung: Eine Kindergartenassistentin aus der Steiermark darf nicht automatisch in Kärnten arbeiten, weil die Regelungen so unterschiedlich sind. Der Minister fordert: "Es braucht hier einheitliche Berufsgruppen, Mindestanforderungen für die Ausbildungen und auch Qualitätsstandards für die Pädagogik."

Auch bei den Schulen bleibt Wiederkehr auf zentralem Kurs – und lehnt den Vorschlag von Salzburgs LH Karoline Edtstadler (ÖVP), Bildung in Länderhand zu geben, klar ab. Kinder seien "keine Verschubmasse", so der Minister. Österreich brauche eine starke zentrale Steuerung mit Verantwortung vor Ort – aber keine neun verschiedenen Schulsysteme.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 02.01.2026, 16:57, 02.01.2026, 10:50
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