"Wir sprechen über Erwerb, nicht über eine Pacht", betonte er ganz geschäftsmäßig. Trump machte dabei deutlich, dass er Grönland langfristig besitzen möchte. Laut NTV begründete er das wieder einmal damit, dass sonst China oder Russland die Insel an sich reißen könnten.
Mehrere Nato-Länder wie Großbritannien haben sich zuletzt dafür ausgesprochen, die Präsenz des Bündnisses in der Arktis auszubauen. Ein Vorschlag sieht laut Diplomaten einen Überwachungseinsatz mit dem Namen "Arctic Sentry" vor – auf Deutsch heißt das so viel wie "Wächter der Arktis". Damit wollen die Amerikaner das Argument entkräften, dass die Sicherheit in dieser strategisch wichtigen Gegend nicht ausreichend gewährleistet ist.
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hat erst kürzlich grundsätzlich Bereitschaft signalisiert, dass Deutschland einen größeren Beitrag zur militärischen Sicherheit in der Arktis leisten könnte. Die richtigen Antworten müssten im Rahmen der Nato gefunden werden, sagte der CDU-Politiker, der auf Island einen Zwischenstopp gemacht hat, bevor es weiter in die USA ging.
Am Montag empfängt US-Außenminister Marco Rubio den Wadephul in Washington. Trumps Drohungen rund um Grönland dürften dabei ein wichtiges Thema sein.