Streit um Grönland

Trump: "Ihre Verteidigung sind zwei Hundeschlitten"

Donald Trump droht erneut mit Gewalt, um Grönland einzunehmen, und bekräftigt seinen Besitzanspruch. Dänemark hält dagegen.
Newsdesk Heute
12.01.2026, 09:50
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US-Präsident Donald Trump hat erneut mit dem Einsatz von Gewalt zur Übernahme Grönlands von Dänemark gedroht. "Wir werden wegen Grönland etwas unternehmen, ob es ihnen passt oder nicht", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus. "Ich würde gern eine Einigung erzielen, wissen Sie, auf die einfache Art. Aber wenn wir es nicht auf die einfache Art machen (können), werden wir es auf die harte Art machen."

Trump hatte den Besitzanspruch der USA auf die Insel Grönland, die zum EU- und Nato-Land Dänemark gehört, nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela erneut bekräftigt. Der US-Präsident schließt nach Angaben des Weißen Hauses auch militärische Gewalt nicht aus, um sich das rohstoffreiche Grönland anzueignen.

Nationale Sicherheit als Begründung

Als Begründung für die Begehrlichkeiten hatte Trump die nationale Sicherheit der USA angegeben: rund um Grönland seien zu viele russische und chinesische Schiffe unterwegs. "Wenn wir Grönland nicht einnehmen, werden es Russland oder China tun – und das werde ich nicht zulassen", sagte Trump am Sonntag an Bord der Air Force One.

Dabei machte Trump auch eine spöttische Bemerkung über Grönland: "Grönland sollte den Deal eingehen, weil Grönland nicht erleben will, dass Russland oder China die Macht übernehmen ... Ihre Verteidigung besteht im Grunde aus zwei Hundeschlitten."

Dänemark empört über Drohungen

Dänemark und andere EU- und Nato-Länder hatten empört auf Trumps Drohungen reagiert. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte sogar, ein Angriff auf Grönland durch den Nato-Verbündeten USA würde das Ende des Verteidigungsbündnisses besiegeln.

Trump sagte dazu, er sei ein "Fan" Dänemarks. "Sie waren sehr nett zu mir", fügte der US-Präsident hinzu. "Aber wissen Sie, nur weil dort vor 500 Jahren ein Boot anlegte, heißt das nicht, dass ihnen das Land gehört."

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