Wie "20 Minuten" berichtet, handelt es sich bei diesen Ersatzmaßnahmen um Meldepflichten und ein Ausreiseverbot. Jessica Moretti darf die Schweiz nicht verlassen, muss alle Ausweise und Aufenthaltsdokumente bei der Staatsanwaltschaft abgeben und sich täglich bei der Polizei melden. Laut Gericht war eine U-Haft nicht möglich, weil die Staatsanwaltschaft keinen Antrag gestellt hat. Für Moretti gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
Die Auflagen für Moretti sind streng: Kein Verlassen der Schweiz, tägliche Meldung bei der Polizei und Abgabe sämtlicher Ausweisdokumente. Ihr Mann Jacques Moretti, ebenfalls Betreiber der Bar, sitzt hingegen bereits seit Montag in Untersuchungshaft – vorerst für drei Monate. Allerdings könnte auch bei ihm eine vorzeitige Entlassung durch Ersatzmaßnahmen möglich werden.
Nach dem Brand mit 40 Toten in Crans-Montana fordert Italien nun von den Schweizer Behörden volle Aufklärung. "Wir werden die Schweizer Behörden auffordern, die Verantwortlichen zu ermitteln und zu bestrafen und vollständige Klarheit über eine enorme Tragödie zu schaffen", sagte Außenminister Antonio Tajani der italienischen Zeitung "Corriere della Sera".
Italien will sich laut Tajani auch aktiv an einem möglichen Prozess beteiligen: "Außerdem werden wir beantragen, uns als Zivilkläger aufzustellen." Bei dem Brand kamen sechs italienische Jugendliche ums Leben. Mehrere Menschen werden wegen schwerer Brandverletzungen in Mailand behandelt.