"Skyshield" kommt

Heer rüstet Drohnen-Abwehr auf – hier entsteht Zentrum

2,5 Milliarden Euro werden in ein Upgrade der Luft- und Drohnenabwehr investiert. Das Zentrum hierfür soll in der Schwarzenberg-Kaserne liegen.
Leo Stempfl
20.02.2026, 14:25
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Bei einer Vorführung in Wals-Siezenheim bei Salzburg wurden am Freitag die Fähigkeiten der elektronischen Drohnenabwehr "ELDRO" unter Beweis gestellt. Die Schwarzenberg-Kaserne ist nämlich nicht nur die größte Österreichs, sondern liegt noch dazu geografisch sehr zentral und unweit der Zentrale der Luftraumüberwachung im Pongau ("Goldhaube").

Salzburg soll in den nächsten Jahren noch mehr zum Zentrum Luftverteidigung und Drohnenabwehr werden. Das gaben Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Landeshauptfrau Karoline Edtstadler bei einem Pressegespräch zum Aufbauplan "ÖBH2032+" bekannt.

"Herz und Hirn der Luftstreitkräfte"

"Nach den Beschaffungen im Bereich der Luftfahrzeuge steht nun die bodengebundene Luftverteidigung im Zentrum. Mittelfristig wird der Verband 'Luftraumüberwachung' sich zum Verband 'Luftverteidigung' weiterentwickeln. Und hier spielt der Standort Salzburg eine wichtige Rolle und wird auch künftig ein militärisch wichtiger Standort werden – denn Salzburg wird zum Zentrum der elektronischen Drohnenabwehr und ein wichtiger Standort für Skyshield“, erläuterte die Verteidigungsministerin.

Edtstadler brachte auch die Wehrdienst-Verlängerung ins Spiel, um den neuen Herausforderungen und Bedrohungen angemessen begegnen zu können. "Dabei ist Salzburg das Herz und Hirn der Österreichischen Luftstreitkräfte. Schon heute laufen alle Informationen in der Einsatzzentrale in St. Johann zusammen, um die Luftraumüberwachung sicher zu stellen. Zukünftig wird Salzburg als neues Zentrum der elektronischen Drohnenabwehr auch hier eine Schlüsselrolle in der modernen und zeitgemäßen Aufstellung des Bundesheeres zukommen."

Neue Systeme kommen

In naher Zukunft wird das Jägerbataillon 8, bei dem die Elektronische Drohnenabwehr ELDRO disloziert ist, in Flugabwehrbataillon umbenannt. Zudem wird die Nutzungsdauer der 35mm-Fliegerabwehrkanone verlängert. Bis 2030 wird weiters das System "Skyranger" mit insgesamt 36 Gefechtsfahrzeugen beschafft. Das System verschießt Munition bis zu einer Reichweite von 2,5 km und ist zusätzlich mit der Fliegerabwehrlenkwaffe MISTRAL3 ausgerüstet. Drei davon kommen nach Salzburg.

Außerdem werden in der Schwarzenberg-Kaserne Kurzstrecken-Systeme mit einer Reichweite von bis zu 15 Kilometern, andererseits auch Systeme der mittleren Reichweite bis zu 50 km stationiert. Im Aufbauplan sind für die Beschaffung dieser beiden Systeme 2,5 Milliarden Euro vorgesehen. Die volle Einsatzbereitschaft soll mit 2032 abgeschlossen werden.

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