43 Grad, drückende Hitze: Auf der 14. Etappe nach Cordoba wurde die Vuelta für die Radprofis zur Hitzeschlacht.
Auch Österreichs Felix Gall, in der Gesamtwertung Zweiter, bekam die extremen Bedingungen zu spüren. Nach der Etappe saß der Tiroler mit Wasserflaschen im Schatten und versuchte, seinen Körper herunterzukühlen.
Normalerweise kommt Gall mit heißem Wetter gut zurecht, doch selbst für den 28-Jährigen waren diese Temperaturen eine enorme Belastung. "Die Hitze ist einfach erschöpfend", brachte Gall die Bedingungen auf den Punkt. "Es ist schwieriger, den Fokus zu halten."
Noch drastischer fiel das Urteil von Etappensieger Wout van Aert aus. Der Belgier gewann sein zweites Teilstück, hatte aber dennoch von der Gluthitze genug. "Wenn es so heiß ist, komme ich nicht mehr nach Spanien zurück", sagte der Belgier im Siegerinterview.
Enric Mas verteidigte auf der verkürzten Strecke vor dem zweiten Ruhetag am Montag das Rote Trikot. Dahinter bleibt der Kampf um die Spitzenplätze völlig offen: Gall darf weiter vom Podium träumen, der Osttiroler liegt als Zweiter vier Sekunden vor Primoz Roglic (Slo).
Der Österreicher weiß, dass in der Schlusswoche noch alles passieren kann. "Bislang war es unmöglich, mit Mas mitzuhalten, aber vorbei ist es nicht. Es ist noch ein weiter Weg bis zum Ende", sagte Gall.
Am Montag steht zunächst der zweite Ruhetag auf dem Programm. Für Gall und seine Rivalen eine dringend benötigte Gelegenheit, nach den extremen Temperaturen Kräfte zu sammeln.
Danach wird es ernst. Auf dem Weg nach Madrid wartet zunächst das Zeitfahren, bei dem vor allem Primoz Roglic seine Stärke ausspielen will. Gall und Mas setzen dagegen auf die schweren Bergetappen. Gerade die Königsetappen könnten im Kampf um das Podium noch einmal alles durcheinanderwirbeln. Für Gall sind die langen Anstiege die große Chance, entscheidende Sekunden gutzumachen.