Die Amerikanerin Nicole Ann aus Florida wollte mit ihrer Begleitung eigentlich nur zwei kleine Eis zum Mitnehmen. Bestellt wurden je zwei Kugeln pro Person. Was sie jedoch bekam, waren zwei Portionen mit jeweils drei Kugeln, Sahne, Macaron und einem sizilianischen Cannolo - für insgesamt 44 Euro.
Sie habe den Preis erst realisiert, als sie den Kassenzettel in den Händen hielt. Auf Facebook beschwerte sie sich darüber, dass die Eisdiele den Eindruck erweckt habe, die beigefügten Extras seien kostenlos.
Wie chip.de unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa und die Zeit berichtet, hatte die Touristin verstanden, dass die beiden Eis nur 14 US-Dollar kosten würden. In einer Facebook-Gruppe berichteten andere Nutzer von ähnlichen Erfahrungen mit der Eisdiele.
Besonders in Rom ist es keine Seltenheit, dass Touristen über den Tisch gezogen werden. Vor einigen Jahren zahlten zwei japanische Touristinnen sogar 430 Euro für zwei Teller Nudeln - der Wirt hatte dabei unter anderem 80 Euro Trinkgeld auf die Rechnung gesetzt.
Der ADAC rät, sich vor einem Restaurantbesuch über Online-Bewertungsportale oder bei Einheimischen zu informieren. Ein gutes Zeichen sei es, wenn ein Lokal von vielen Einheimischen besucht wird.
Generell gelte: Niemals bestellen, ohne die genauen Preise zu kennen. Besonders bei frischem Fisch wird häufig nur der Preis nach Gewicht angegeben - hier sollte man unbedingt nachfragen, was der Fisch geputzt kostet. Lokale an touristischen Plätzen wie Piazzas sind in der Regel deutlich teurer als einheimische Bars.
In Italien wird in vielen Fällen auch eine extra Gebühr für Gedeck und serviertes Brot berechnet, die als "coperto" auf der Rechnung vermerkt wird. Dann ist zusätzliches Trinkgeld nicht nötig.