Jetzt wird es ernst für die neue Bahnverbindung quer durch die Alpen: Die italienische Staatsbahn Trenitalia hat mit den Tests ihrer Hochgeschwindigkeitszüge in Österreich und Deutschland begonnen. Schon ab Dezember 2026 sollen die neuen Direktverbindungen von München über Innsbruck nach Rom starten.
Zum Einsatz kommt der Frecciarossa 1000, auch "roter Pfeil" genannt. Der Zug schafft bis zu 300 km/h und ist bereits in mehreren europäischen Ländern unterwegs. Für den Betrieb in Deutschland wird er aktuell technisch angepasst. Erste Testfahrten laufen, im Mai 2026 sollen umfangreiche Probefahrten auch in Österreich folgen.
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und den ÖBB sind bis zu vier tägliche Direktverbindungen geplant. Die Strecke von München nach Mailand soll rund sechseinhalb Stunden dauern, nach Rom etwa achteinhalb Stunden. Halte sind unter anderem in Innsbruck, Bozen, Trient und Verona vorgesehen.
Zum Vergleich: Mit dem Auto braucht man rund 10,5 Stunden von München nach Rom – allerdings reine Fahrzeit, ohne Pausen.
Das Projekt ist Teil der Strategie, den Bahnverkehr in Europa auszubauen und Flüge sowie Autofahrten zu reduzieren. Trenitalia will damit auch im internationalen Wettbewerb stärker mitmischen.
Noch schneller könnte die Reise mit dem Brenner-Basistunnel werden. Dieser soll allerdings erst Ende 2032 fertig sein. Langfristig könnte die Verbindung dann sogar bis nach Berlin ausgeweitet werden.
Wenn alles nach Plan läuft, steigst Du schon bald in Innsbruck oder München ein – und kommst ohne Umsteigen direkt im Herzen Italiens an.