Dem langen Arm des Gesetzes konnte er schlussendlich nicht entgehen: Für einen Österreicher klickten nun nach fast einem halben Jahrhundert auf der Flucht die Handschellen.
Wie die "Krone" berichtet, wurde der Mann seit einer Bluttat im Jahre 1977 international gesucht. Damals soll er gemeinsam mit seinem Vater in Ägypten den Widersacher in einem schwelenden Streit um ein Stück Land getötet haben. Als das Opfer zufällig vor ihrem Haus vorbeiging, soll das Duo tödliche Schüsse abgefeuert haben.
Der junge Mann tauchte in Österreich unter, erlangte sogar die rot-weiß-rote Staatsbürgerschaft. Währenddessen hatte ihn ein ägyptisches Gericht in Abwesenheit wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Der internationale Haftbefehl war bis heute aufrecht und wurde dem mittlerweile 71-Jährigen nun zum Verhängnis.
Der gesuchte Senior hatte offenbar nicht mit der Hartnäckigkeit von Interpol gerechnet. Als er im Urlaubsparadies Savona an der italienischen Riviera mit seinem Pass eincheckte, flog er auf.
Beim Eintreffen der Sondereinheit war der Österreicher zwischenzeitlich schon wieder Richtung Spanien abgereist, doch kehrte er wenige Tage später noch einmal in das Italo-Hotel zurück.
Da schlugen die Ermittler dann zu und machten den gesuchten Gewalttäter dingfest. Er wurde in die Justizanstalt von Marassi in Genua eingeliefert, wo er jetzt auf seine Auslieferung wartet.