Eigentlich sollten in der belgischen Stadt Dendermonde nur Abwasserleitungen verlegt werden. Doch bei den Renovierungsarbeiten machten Bauarbeiter einen spektakulären Fund: Unter der Erde kamen Dutzende Goldbarren und zahlreiche Münzen zum Vorschein.
Entdeckt wurde der Schatz am Dienstag auf dem Gelände einer Wohltätigkeitsorganisation in der ostflämischen Stadt. Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtet, handelt es sich um insgesamt 49 Goldbarren mit jeweils einem Kilogramm Gewicht.
Neben den insgesamt 49 Kilogramm Gold in Barrenform fanden die Arbeiter auch eine beträchtliche Menge an Goldmünzen. Der öffentlich-rechtliche Sender VRT beziffert den Wert des gesamten Fundes auf rund neun Millionen Euro.
Wie das Gold unter die Erde gelangte, ist bislang ebenso ungeklärt wie die Frage, wem der Millionenschatz rechtmäßig gehört.
Die örtliche Polizei übergab den Fund deshalb an die belgischen Bundesbehörden. Dort soll das Gold in einem Hochsicherheitstresor aufbewahrt werden.
Nach Bekanntwerden des Fundes richteten die Behörden einen Appell an die Bevölkerung. Die Polizei bat ausdrücklich darum, das Gelände nicht aufzusuchen, um dort auf eigene Faust nach möglicherweise weiterem Gold zu suchen.
Einen Hinweis auf die Vergangenheit des Grundstücks lieferte der frühere Bürgermeister von Dendermonde und Historiker Piet Buyse.
Er erklärte gegenüber VRT, dass das Gelände einst einer wohlhabenden Brauereifamilie gehört habe. Später habe die Familie das Grundstück der Kirche überlassen.
Daran sei allerdings eine Bedingung geknüpft gewesen: Das Gelände sollte für wohltätige Zwecke genutzt werden. Ob der jetzt entdeckte Goldschatz mit der früheren Eigentümerfamilie in Verbindung steht, ist bislang nicht geklärt.