"Sehr einfaches Angebot"

Wagenknecht fordert Höcke zum Streitgespräch heraus

Sahra Wagenknecht fordert Björn Höcke zu einem öffentlichen Streitgespräch auf und lehnt sein Angebot zur Ministerpräsidentin ab.
Newsdesk Heute
16.08.2026, 22:02
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Nach dem Angebot vom Thüringer AfD-Chef Björn Höcke, ihr dort zum Amt der Landeshauptfrau zu verhelfen, hat BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht Höcke erneut zu einem direkten öffentlichen Streitgespräch aufgefordert.

In einer am Sonntagabend im Onlinedienst X veröffentlichten Videobotschaft sagte Wagenknecht, sie habe Höcke bereits vor Tagen ein "sehr einfaches Angebot" gemacht: "Sie und ich live, neutraler Moderator, keine vorbereiteten Reden".

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"Wir sollten reden über meinen Vorschlag eines überparteilichen Ministerpräsidenten, den Sie ja inzwischen auch gut finden", forderte die BSW-Gründerin Höcke auf. Schließlich brauche Thüringen "einen neuen Regierungschef, der glaubwürdig ist und den Brandmauer-Irrsinn beendet". Um das zu besprechen, solle sich der Thüringer AfD-Chef "ein Herz" fassen.

"Sie wollen doch nicht als Feigling dastehen"

"Gerade Sie, der Sie so viel Wert auf Männlichkeit legen, wollen doch sicher nicht als Feigling dastehen", schloss Wagenknecht ihre Videobotschaft. Höcke hatte sich am Donnerstag in den BSW-internen Streit in Thüringen eingeschaltet: Sie solle sich mit Hilfe der AfD zur Landeshauptfrau des Bundeslandes wählen lassen, forderte der AfD-Landeschef.

"Meine Fraktion und ich sind bereit, Ihnen dafür den Weg freizumachen", erklärte Höcke in Erfurt. "Lassen Sie uns politische Geschichte schreiben und die Brandmauer in Thüringen gemeinsam einreißen. Nicht irgendwann nach der Wahl in Sachsen-Anhalt, sondern genau jetzt."

In Thüringen regiert die ÖVP von Landeshauptmann Mario Voigt seit der Landtagswahl 2024 gemeinsam mit SPÖ und BSW in einer Dreierkoalition, allerdings ohne absolute Mehrheit. Deshalb arbeitet sie im Landtag mit der Linken zusammen. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD rund um Höcke ist die stärkste Fraktion.

Die thüringische Landes-BSW liegt mit Wagenknecht und dem Bundes-BSW im Streit, weil der Landesverband gegen den Willen der Bundesspitze in Voigts Koalition eingetreten ist. Mit Blick auf diese Umstände hatte Wagenknecht Höckes Angebot am Donnerstag als "weder ehrlich noch seriös" kritisiert.

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