Tragödie in Kitzbühel

5-jähriger Sohn tot – Wie Mutter starb, bleibt geheim

Das Familiendrama von Kitzbühel gibt weiter Rätsel auf. Die Mutter ist tot, ihr Sohn ebenso – doch entscheidende Details bleiben unter Verschluss.
Christoph Weichsler
11.02.2026, 17:57
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Zwei Leben ausgelöscht, eine Stadt in Schockstarre. In einer Wohnung im Norden von Kitzbühel spielt sich am 10. Februar ein Drama ab, das fassungslos macht. Eine 48-Jährige und ihr fünfjähriger Sohn werden leblos entdeckt. Rasch steht fest: Die Mutter nahm sich das Leben. Der erschütternde Verdacht steht im Raum, dass sie zuvor auch ihren eigenen Sohn getötet hat.

Suizidgedanken? Hol dir Hilfe, es gibt sie.

In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

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Bekannte hatten Alarm geschlagen, weil die Frau nicht mehr erreichbar war. Gegen 13.30 Uhr öffneten Einsatzkräfte die Wohnung im ersten Stock eines Mehrparteienhauses. Polizei, Notarzt, Sanitäter und das Kriseninterventionsteam standen im Einsatz. Für Mutter und Kind kam jede Hilfe zu spät. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen, Spurenexperten sicherten stundenlang Beweise.

Ermittler kennen Details

"Es besteht der Verdacht, dass die Frau auch ihren Sohn getötet hat", sagt Katja Tersch, Leiterin des Landeskriminalamts. Hinweise auf eine dritte Person gebe es nicht. "Ersten Ermittlungen zufolge ergaben sich bei der 48-Jährigen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden", heißt es im Polizeibericht.

Die Todesursache der 48-Jährigen ist laut Ermittlern geklärt. Eine Obduktion wurde von der Staatsanwaltschaft nicht angeordnet. "Wir kennen die Todesursache, geben sie aber nicht bekannt", so Tersch. Wie der fünfjährige Bub ums Leben kam, soll die Obduktion an der Innsbrucker Gerichtsmedizin klären. Ein Ergebnis wird für Mittwoch (11. Februar) am Nachmittag erwartet. Zum Motiv wird weiter im Umfeld der Frau ermittelt.

Bürgermeister: "War immer sehr hilfsbereit und fleißig"

Der Kitzbüheler Bürgermeister Klaus Winkler zeigte sich gegenüber der "Krone" tief betroffen: "Es ist eine große Tragödie, die uns sehr belastet." Über die 48-Jährige sagt er: "Sie war vor längerer Zeit in der Stadtverwaltung beschäftigt und war immer eine sehr hilfsbereite und fleißige Mitarbeiterin. Sie hat sich dann aber für einen anderen Berufsweg entschieden."

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