Coronavirus

5. Lockdown? Omikron-Lage in Österreich ist "ernst"

Die Bundesregierung berät am Donnerstag über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie. Steht sogar wieder ein Lockdown für alle im Raum?

André Wilding
Teilen
Kommt wieder ein Lockdown für alle?
Kommt wieder ein Lockdown für alle?
Helmut Graf

Mitglieder der Bundesregierung, Landeshauptleute und die Experten der gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination "GECKO" setzen sich schon diesen Donnerstag (Anm. 6. Jänner, Dreikönigstag) zusammen und legen einmal mehr die Corona-Karten offen auf den Tisch.

Bei dem Treffen stehen die bisherigen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie im Mittelpunkt, allerdings wird der Fokus auch auf die Omikron-Variante gerichtet sein. Die neue Mutation des Coronavirus ist nicht nur weltweit weiter auf dem Vormarsch, sondern breitet sich auch in Österreich immer weiter aus.

"Sehr rasche Veränderungen zu erwarten"

"Die Corona-Lage ist nach wie vor ernst, alle unsere Anstrengungen müssen darauf abzielen, die Fallzahlen so niedrig wie möglich zu halten", heißt es aus "GECKO"-Kreisen. Im Klartext: bei dem Gipfel am Donnerstag dürfte wohl auch über mögliche Verschärfungen beraten werden.

Bei dem strengen Maßnahmenpaket, das aktuell gilt – FFP2-Maskenpflicht, Lockdown für Ungeimpfte – verzeichne man nur "mäßige Inzidenzanstiege". Das helfe aber natürlich dabei, Zeit zu gewinnen, da wegen der Virusvariante Omikron "sehr rasche Veränderungen" zu erwarten sind.

Ab 10. Jänner Lockdown?

An welche Verschärfungen die Experten genau denken, ist bis dato nicht bekannt. Allerdings: hinter den Kulissen geistert offenbar auch ein Lockdown umher – und zwar für alle! "Heute" hatte bereits kurz vor Weihnachten darüber berichtet, dass Gastronomen sich sicher seien, dass Österreich nach den Feiertagen der nächste Lockdown erwarte.

Als Startdatum der nächsten Schließungswelle kursiert der 10. Jänner – genau dieses Datum nannte etwa auch der Wiener Laufhaus-Manager Peter Laskaris kürzlich im Gespräch mit "Heute". Eine offizielle Bestätigung dazu gibt es bis dato (Stand 3. Jänner) aber noch nicht.

Experten üben an der Politik jedenfalls bereits jetzt einmal mehr scharfe Kritik. Die Politik reagiere "wieder viel zu langsam", so der Molekularbiologe Ulrich Elling gegenüber dem "Kurier": "Bei der Dynamik, die Omikron entfaltet, müssen wir mehr denn je bremsen, bevor es zu spät ist."

Scharfe Kritik an Regierung

So werde man laut Elling "im Messezentrum Feldbetten aufstellen müssen, um alle, die parallel krank sind, zu versorgen", sollte man die Ausbreitung von Omikron nicht aufhalten. Dass am Donnerstag neue Verschärfungen kommen bzw. angekündigt werden, ist jedenfalls nicht ganz ausgeschlossen.

Im Anschluss des Treffens wird jedenfalls die Öffentlichkeit im Rahmen einer Pressekonferenz über das weitere Vorgehen informiert. Der Corona-Gipfel der GECKO-Vertreter mit der Regierung findet also am Donnerstag statt, doch das Gremium selbst tritt schon am morgigen Dienstag zusammen.

1/85
Gehe zur Galerie
    <strong>23.06.2024: "Keine Freunde": Jetzt packt Benko-Kenner aus.</strong> Signa-Finanzchef Pirolt verlässt das Unternehmen. In ein Interview packt er über Benko &amp; Co. aus – <a data-li-document-ref="120043770" href="https://www.heute.at/s/keine-freunde-jetzt-packt-benko-kenner-aus-120043770">Gerüchten zufolge könnte er sogar Kronzeuge werden &gt;&gt;&gt;</a>
    23.06.2024: "Keine Freunde": Jetzt packt Benko-Kenner aus. Signa-Finanzchef Pirolt verlässt das Unternehmen. In ein Interview packt er über Benko & Co. aus – Gerüchten zufolge könnte er sogar Kronzeuge werden >>>
    HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com