In der baden-württembergischen Stadt Reutlingen kam es am frühen Mittwochmorgen zu einem schweren Unwetter mit Hagel. In Teilen der Stadt fiel vorübergehend der Strom aus, wie die Feuerwehr mitteilte.
Die enormen Hagelmengen verstopften zahlreiche Abflussschächte. Wasser konnte nicht mehr abfließen, mehrere Straßenabschnitte wurden überflutet. Fotos zeigen große Haufen aus schneeweißem Hagel. Ein Betroffener sprach gegenüber einem dpa-Reporter von "50 Zentimeter Schnee im Sommer".
Feuerwehr und Polizei mussten stundenlang ausrücken. Teilweise war schweres Gerät notwendig, um die Straßen von den Hagelmassen zu befreien. Mehrere Bereiche wurden abgesperrt, der Verkehr musste umgeleitet werden.
Auch die Stromversorgung war betroffen. Rund 6000 Hausanschlüsse in der Reutlinger Kernstadt waren laut Netzbetreiber Fairnetz etwas mehr als eine Stunde ohne Strom. Als Ursache gilt ein Blitzeinschlag während des Gewitters.
Verletzte wurden laut Polizei nicht gemeldet. Die Einsatzkräfte waren weiter damit beschäftigt, Schäden zu beseitigen und den Verkehr zu regeln. Autofahrer wurden aufgefordert, die abgesperrten Bereiche zu meiden.
Schon seit Montag ziehen Unwetter über Deutschland. Für Mittwoch erwartet der Deutsche Wetterdienst von Oberschwaben bis in den Süden Oberbayerns gewittrige Regenfälle.
Ab dem Nachmittag kann es demnach in der Südhälfte Deutschlands einzelne starke Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen geben.
Am Dienstagabend wurden bei einem schweren Unwetter in der Region Nürnberg in Bayern mehrere Menschen verletzt. Der Flughafen musste kurzzeitig seinen Betrieb einstellen, weil Sturmschäden, Überschwemmungen und Schäden an der Infrastruktur beseitigt werden mussten.
Am Montag und frühen Dienstagmorgen war der Norden betroffen gewesen. Aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wurden erhebliche Schäden durch Unwetter gemeldet.