Hagelschneise verwüstet alles

"In 10 Minuten war die Arbeit von Monaten vernichtet"

Schwere Gewitter treffen Deutschland: Hagel türmt sich auf Straßen, Keller laufen voll und ein Streifenwagen bleibt in den Fluten stecken
Newsdesk Heute
14.07.2026, 17:15
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Heftige Unwetter sorgen in Deutschland für chaotische Szenen. Der Deutsche Wetterdienst warnt am Dienstag vor kräftigen Gewittern in der Mitte und im Süden des Landes. Erwartet werden Starkregen, Sturmböen und Hagel.

Binnen kurzer Zeit können zwischen 25 und 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Vereinzelt rechnen die Meteorologen sogar mit mehr als 40 Litern. Dazu drohen schwere Sturmböen mit bis zu 90 km/h sowie Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu drei Zentimetern.

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Im Westen und Südwesten kommt eine starke Wärmebelastung dazu.

Tennisballgroße Hagelkörner

Wie heftig die Unwetter ausfallen können, zeigte sich bereits am Montag im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Dort fielen tennisballgroße Hagelkörner vom Himmel. Sie zertrümmerten Autoscheiben, schlugen Dellen in Fahrzeuge und beschädigten Dächer.

Besonders schwer trafen die Unwetter Niedersachsen und den Großraum Hannover. 50.000 Hektar Ackerfläche sollen kurz vor der Ernte durch den Hagelschlag verwüstet worden sein,

"Es hat nur 10 Minuten gedauert und die Arbeit von Monaten ist vernichtet… einfach weg. Hagelkörner wie Golfbälle haben unsere Zuckerrüben und Teile unseres Mais zerstört", schildert eine Landwirtin und Influencerin in einem Insta-Video: "Wir sind fassungslos und traurig, so viel Arbeit, so viel Invest alles für die Katz". Zwar werde die Versicherung einen Teil ihres Schadens decken, andere Bauern stünden jedoch plötzlich vor dem Nichts.

Nach rund zwei Stunden lag stellenweise so viel Hagel auf den Straßen, dass Radlader anrücken mussten. Die Landschaft sah aus wie nach einem winterlichen Schneefall.

Innerhalb nur einer Stunde gingen rund 168 wetterbedingte Notrufe ein. Feuerwehren pumpten Keller aus und beseitigten umgestürzte Bäume. Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.

Polizeiauto bleibt in Flut stecken

Auch in Elmshorn in Schleswig-Holstein sorgte das Unwetter für einen ungewöhnlichen Einsatz. Ein Streifenwagen blieb auf einer überfluteten Straße stecken und konnte nicht mehr weiterfahren.

Ausgerechnet die Wasserstraße wurde dem Polizeiauto zum Verhängnis. Verletzt wurde niemand.

Vermutlich nach einem Blitzeinschlag geriet in Elmshorn außerdem der Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Brand. Wegen der anhaltenden Blitzgefahr konnten zwei Drehleitern zunächst nicht eingesetzt werden.

Die Feuerwehr musste das Feuer deshalb unter Atemschutz von innen bekämpfen. Eine Bewohnerin, die zunächst im Haus vermutet worden war, wurde nicht gefunden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 14.07.2026, 17:42, 14.07.2026, 17:15
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