Amstaff "Abel" biss zu

Hund tötete kleine Matilda – jetzt neue Enthüllungen

Nach der tödlichen Hundeattacke in Drosa fehlen noch die Obduktionsergebnisse. Nun könnte das Hundegesetz geändert werden.
Newsdesk Heute
14.07.2026, 16:11
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Nach dem Tod eines vierjährigen Mädchens durch den Familienhund warten die Ermittler weiter auf das endgültige Ergebnis der Obduktion. Die Leiche des Kindes wurde bereits vergangene Woche in Halle untersucht. Das vollständige Gutachten liegt laut Polizei aber noch nicht vor.

Unter anderem müssen Gewebeproben im Labor ausgewertet werden. Bis alle Ergebnisse vorliegen, könnten noch mehrere Tage vergehen, meldet der MDR. Die Obduktion soll klären, welche Verletzungen letztlich zum Tod des Kindes führten und wie sich die Hundeattacke genau abgespielt haben könnte.

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Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Gegen die 32-jährige Mutter und einen 30 Jahre alten Bekannten wird weiterhin wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Beide befinden sich derzeit auf freiem Fuß.

Bei einer Durchsuchung der Wohnung wurden zudem geringe Mengen Betäubungsmittel entdeckt und sichergestellt. Weitere Einzelheiten gaben die Ermittler mit Hinweis auf das laufende Verfahren und die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten nicht bekannt.

Familienhund biss Mädchen mehrfach

Die Tragödie ereignete sich in Drosa im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt. Das vierjährige Mädchen spielte laut Polizei in der Wohnung mit dem Familienhund, als dieser plötzlich angriff und mehrfach zubiss.

Die anwesenden Personen versuchten noch, das Tier von dem Kind zu trennen. Die Verletzungen waren jedoch so schwer, dass auch ein Notarzt das Mädchen nicht mehr retten konnte. Der Hund wurde anschließend in einem Tierheim untergebracht.

Bei dem Tier soll es sich augenscheinlich um einen American Staffordshire Terrier handeln. Diese Rasse wird in Sachsen-Anhalt als Listenhund eingestuft. Die kräftigen Tiere können ein Gewicht von bis zu 40 Kilogramm erreichen.

Hund soll schon früher gebissen haben

Besonders brisant: Laut dem Bürgermeister der Gemeinde soll es bereits früher einen Beißvorfall mit dem Familienhund gegeben haben. Danach habe das Tier jedoch den vorgeschriebenen Wesenstest bestanden.

Was nun mit dem Hund passiert, müssen das Ordnungsamt beziehungsweise das Veterinäramt entscheiden. Eine endgültige Entscheidung ist bisher nicht gefallen.

Ministerium prüft Gesetzesänderung

Auch das Innenministerium von Sachsen-Anhalt beschäftigt sich mit dem Fall. Der gesamte Vorfall werde geprüft und ausgewertet. Sollten sich daraus Sicherheitslücken oder ein gesetzgeberischer Handlungsbedarf ergeben, könnte das Hundegesetz geändert werden.

Das Gesetz soll die Bevölkerung und vor allem Kinder vor Gefahren durch Hunde schützen. Nach Abschluss der Ermittlungen und der Obduktion sollen daher womöglich weitere Konsequenzen gezogen werden.

Auch die Mutter der Vierjährigen wurde nach der Tragödie betreut. Ein Seelsorger kümmerte sich um die 32-Jährige.

Bekannter befreite "Abel"

Zu der tödlichen Attacke war es zuvor im Wohnzimmer der Familie gekommen. Ein 30-jähriger Besucher soll den Amstaff "Abel" aus einer Gitterbox gelassen haben. Als die Vierjährige den Familienhund streichelte, biss das Tier zu und verbiss sich in ihrem Bauch.

Die Erwachsenen konnten Hund und Kind trotz aller Anstrengungen nicht voneinander trennen. Neben dem Mädchen befanden sich auch ihr elfjähriger Bruder und ein Neugeborenes in der Wohnung. Die beiden Kinder blieben körperlich unverletzt.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Mutter und den Besucher wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Der Hund wurde in ein Tierheim gebracht. Sein Schicksal ist ungewiss.

{title && {title} } red, {title && {title} } 14.07.2026, 16:11
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